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Grußwort von Botschafter von Geyr anlässlich der Eröffnung der AHK-Wanderausstellung „Russland-Meister 4.0“

Botschafter von Geyr bei der Eröffnung der Ausstellung in Saratow

Botschafter von Geyr bei der Eröffnung der Ausstellung in Saratow, © AHK Russland

27.08.2021 - Rede

-Es gilt das gesprochene Wort. -

Meine Damen und Herren,

Ich freue mich sehr, dass wir heute hier in Saratow gemeinsam die Wanderausstellung „Die Russlandmeister 4.0“ eröffnen. Sie ist eines der Vorzeigeprojekte in unserem deutsch-russischen Themenjahr „Wirtschaft und nachhaltige Entwicklung“ - und im Deutschlandjahr in Russland. Ich danke der AHK und allen beteiligten Unternehmen für ihr großes Engagement, mit dem sie diese Neuauflage auf die Beine gestellt haben.

Mit kraftvollen Bildern zeigt diese einzigartige Ausstellung, auf wie vielfältige Weise deutsche Unternehmen in Russland präsent sind, hier investieren, in sozialer Verantwortung Arbeits- und Ausbildungsplätze schaffen.

Unsere engen Wirtschaftsbeziehungen und die Präsenz deutscher Unternehmen in Russland bilden eine wichtige Brücke zwischen Deutschland und Russland. Ich freue mich, dass deutsche Produkte in Russland so guten Anklang finden und nachgefragt werden. Dafür, dass deutsche Unternehmen in Russland investieren, müssen die Bedingungen stimmen – fairer Wettbewerb im beiderseitigen Interesse.

Die deutsche Wirtschaft mit ihrer Präsenz in Russland steht auch für Investitionen in die Zukunft. Ein Beispiel: Die Bilder der Ausstellung weisen uns darauf hin, dass wir die großen Herausforderungen wie den Klimawandel, die weitere Digitalisierung oder den Schutz vor Pandemien nur gemeinsam erfolgreich angehen können. Hier gibt es schon viele gute Projekte, wie etwa zum Einsatz von Wasserstoff (ein Thema, das auch Bundeskanzlerin Merkel und Präsident Putin besprochen haben) oder in der Abfallwirtschaft.

In genau solche Bereiche, die auch die großen Zukunftsfragen betreffen, investiert die deutsche Wirtschaft. Die Bilder zeigen, dass es unserer Wirtschaft nicht nur um die Produktion selbst geht, sondern immer auch um die Nachhaltigkeit der Produktion, der Art der Produktion und der Ausbildungsaspekte.

Ein weiteres Beispiel: Die deutsche Wirtschaft stellt in diesem Jahr 1.000 Praktikumsplätze für junge Russen und Russinnen zur Verfügung - eine hervorragende Gelegenheit für junge Menschen, die Art und Weise kennenzulernen, wie deutsche Unternehmen arbeiten, unsere „Business-Kultur“. Und so auch eine hervorragende Gelegenheit und Einladung zum Dialog und zu Begegnungen.

Die Ausstellung wird in den kommenden Monaten das ganze Land durchqueren und damit auch zeigen, in wie vielen russischen Regionen deutsche Unternehmen präsent und verwurzelt sind. An allen Stationen wollen wir dabei ins Gespräch mit Russinnen und Russen kommen und neue Verbindungen knüpfen.

Dass die Ausstellung ihren Anfang in Saratow nimmt, ist dabei natürlich volle Absicht! Deutschland und die Region Saratow sind einander seit langem verbunden. Ich denke an die vielen Wolgadeutschen, die sich hier in der Nähe im 18. Jahrhundert auf beiden Seiten der Wolga niedergelassen haben und für die hier ihre Heimat wurde. Ich möchte aber auch gerade heute, am Vorabend des 80. Jahrestags des 28. August 1941, an dem das Dekret zur gewaltsamen Umsiedlung erlassen wurde, an das Leid erinnern, das den Wolgadeutschen zugefügt wurde. Eine würdevolle Erinnerung und eine verantwortungsvolle Versöhnung gehören zusammen, damit es eine gute Zukunft gibt.

Ich freue mich sehr, dass sich die Region heute für uns durch die starke Präsenz deutscher Unternehmen auszeichnet, darunter so bekannte Namen wie Robert Bosch, Vossloh und Henkel. Sie allen finden hier gute Investitionsbedingungen vor. Ich freue mich darauf, mich davon später im Werk von Henkel in Engels persönlich überzeugen zu können.

Ich wünsche der Ausstellung hier auf dem Theaterplatz und auf ihrer Reise durch dieses große Land viel Erfolg und vor allem viele interessierte Betrachter und Besucher.

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