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Nachweis einfacher Deutschkenntnisse

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Dafür ist muss ein Zertifikat "Start Deutsch 1" des Goethe-Instituts vorgelegt werden.

Sprachzeugnisse anderer Prüfungsanbieter werden ebenso anerkannt, wenn diese Prüfungsanbieter nach Standards der ALTE zertifiziert sind und im Gastland über eine mit Entsandten besetzte Niederlassung verfügen (Goethe-Institut, Österreichisches Kulturforum).

Außerdem dürfen in Deutschland ausgestellte Sprachnachweise "Start Deutsch 1" des Goethe-Instituts und der telc GmbH anerkannt werden sowie Prüfungen des TestDaF-Instituts.

Ist Ihr Zertifikat „Start Deutsch 1“ älter als ein Jahr (im Moment der Antragsabgabe), müssen Sie bei der Antragsabgabe im Gespräch nachweisen, dass die durch das Zertifikat bescheinigten Grundkenntnisse immer noch vorhanden sind.

Ein solcher Nachweis ist nicht erforderlich, wenn eine der folgenden Aussagen zutrifft:

Das bedeutet, dass Sie bei der persönlichen Vorsprache Deutsch sprechen können.

Hierfür müssen Ihre Deutschkenntnisse „auf der Hand“ liegen und bei der Vorsprache auf Anhieb ersichtlich sein. Besondere Tests oder Prüfungen durch die Auslandsvertretung sind ausgeschlossen.

Das wird in der Regel nur bei Sprachkenntnissen nicht unter Niveau B1 gegeben sein. In diesen Fällen wird auf den Nachweis schriftlicher Kenntnisse verzichtet, da davon ausgegangen werden kann, dass entsprechende Schriftkenntnisse auf A1 Niveau vorliegen.

Vorübergehender Natur sind Aufenthalte, die durch eine gleichzeitig mit dem Aufenthalt geplante Ausreise beendet werden. Das betrifft z.B. Entsendungen Angestellter durch ihre ausländischen Arbeitgeber für eine bestimmte Zeit, nach der diese Angestellten wieder zurückversetzt werden.

Ein befristeter Arbeitsvertrag allein belegt diese vorübergehende Natur nicht, denn die anschließende Ausreise aus Deutschland wird dadurch nicht belegt.

Das trifft zu für:

  • Staatsangehörige anderer Mitgliedsstaaten der Europäischen Union aufgrund der EU-Freizügigkeit,
  • Staatsangehörige der folgenden Staaten aufgrund § 41 AufenthV:
    Australien, Israel, Japan, Kanada, Republik Korea, Neuseeland, USA sowie
    Andorra, Brasilien, El Salvador, Honduras, Monaco, San Marino.

Diese Rechtsgrundlagen sind:

  • §§ 19 bis 21 AufenthG
  • § 23 Absatz 4, § 25 Absatz 1 oder 2, § 26 Absatz 3 AufenthG

... oder Sie haben aus anderen Gründen keinen Anspruch auf Teilnahme am Integrationskurs.

Das trifft insbesondere dann zu, wenn Sie einen Hochschul- oder Fachhochschulabschluss oder eine entsprechende Qualifikation besitzen, es sei denn, Sie können wegen mangelnder Deutschkenntnisse innerhalb eines angemessenen Zeitraums keine Ihrer Qualifikation entsprechende Erwerbstätigkeit aufnehmen (§ 4 Abs. 2 Nr. 1a) IntV).

Dies ist nur mit besonderen Umständen des Einzelfalles zu begründen.

Die Kriterien für solche Umstände hat das BVerwG in seinem Urteil 10 C 12.12 vom 04.09.2012 in Randnummer 28 formuliert.

Auszug:
"Sind zumutbare Bemühungen zum Erwerb der Sprachkenntnisse ein Jahr lang erfolglos geblieben, darf dem Visumbegehren des Ehegatten ... das Spracherfordernis nicht mehr entgegen gehalten werden."

In einem solchen Fall müssen entsprechende medizinische Bescheinigungen/Diagnosen vorgelegt werden.

Beachten Sie, dass Sie im Rahmen der Prüfung Ihres Antrags gebeten werden können, sich bei dem Regionalarzt der Botschaft in Moskau oder einem durch die Auslandsvertretung benannten Arzt vorzustellen.

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