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Aktuelle Informationen COVID-19 im Amtsbezirk Sankt Petersburg

08.04.2021 - Artikel

Allgemeine Hinweise für Reisende

Seit März 2020 sind die russischen Landgrenzen bis auf weiteres geschlossen.
Seit dem 8. November müssen alle in die Bundesrepublik Deutschland Einreisenden, die sich in den zehn Tagen vor der Einreise in der Russischen Föderation oder einem anderen Risikogebiet aufgehalten haben, sich für zehn Tage nach der Einreise in das Bundesgebiet in Quarantäne begeben. Damit die Gesundheitsämter die Einhaltung der Quarantäne kontrollieren können, müssen diese Reisenden eine digitale Einreiseanmeldung ausfüllen.

Seit dem 1. Oktober 2020 gelten wieder differenzierte Reisehinweise für alle Länder. Aufgrund der COVID-19-Pandemie wird derzeit vor nicht notwendigen, touristischen Reisen in eine Vielzahl von Ländern gewarnt.
Das Auswärtige Amt warnt aufgrund der Ausbreitung von COVID-19 und damit einhergehenden Einschränkungen im internationalen Luft- und Reiseverkehr sowie Beeinträchtigungen des öffentlichen Lebens vor nicht notwendigen, touristischen Reisen in die Russische Föderation.
Das Auswärtige Amt hat auf seiner Webseite Informationen über Covid-19 für Reisende und über Ausnahmen von der Covid-19-Reisewarnung zusammengestellt.
Verbindlich sind die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes.


Reisen in die Russische Föderation und Visa für die Russische Föderation

Die Regierung der Russischen Föderation hat eine Regelung getroffen, nach der Ausländern die Einreise in die Russische Föderation grundsätzlich nicht möglich ist. Wenige Ausnahmen bestehen für

  1. Drittstaatsangehörige von Staaten, die einen ständigen Wohnsitz in RUS haben
  2. Kraftfahrer, die Besatzungen von Luftfahrzeugen, See- und Binnenschiffen, Zugpersonal
  3. Diplomaten und Dienstpassinhaber (auch ohne Visum für Kurzreisen)
  4. Transitpassagiere
  5. Nahe Familienangehörige, Vormünder oder Pfleger von russischen Staatsangehörigen
  6. Reisen im Zusammenhang mit dem Tod eines nahen Verwandten
  7. Einmalige Reisen zur Pflege von kranken nahen Familienangehörigen, Betreuern und Vormündern
  8. Medizinische Behandlung
  9. Hochqualifizierte Fachkräfte (HQS)
  10. Wartungspersonal mit Genehmigung
  11. Teilnehmer am Staatlichen Programm freiwillige Umsiedlung

Für Deutsche und rechtmäßig in Deutschland lebende andere Staatsangehörige gelten die oben genannten Einschränkungen nicht mehr, wenn sie auf dem Luftweg von Deutschland nach Russland einreisen.


Russische Visa

Die Visastellen der Auslandsvertretungen der Russischen Föderation in der Bundesrepublik bereiten sich derzeit auf ihre Wiedereröffnung vor. Einreisewillige werden gebeten, sich an die für sie zuständige russische Auslandsvertretung zu wenden.

Die mit Erlass vom 18. April 2020 (Nr. 274) eingeführte Kulanzregelung für Ausländer, die ihre russischen Visa überziehen, findet für deutsche Staatsangehörige mit Inkrafttreten der Aufhebung der bisherigen Reisebeschränkungen keine Anwendung mehr. Nun müssen auch deutsche Staatsangehörige, deren russische Visa nach dem 15. März 2020 abgelaufen sind, müssen sich innerhalb von 90 Tagen nach Inkrafttreten der Aufhebung der Reisebeschränkungen um eine Verlängerung der Visa bemühen. 

Reisende, deren Visa vor dem 15. März 2020 abgelaufen sind, sind weiterhin verpflichtet, sich zu registrieren und ein Ausreisevisum zu beantragen.

Reisende, deren Visa abgelaufen sind, sollten bei Ausreisen frühzeitig am Flughafen oder an der Landgrenze sein und sich auf eine längere Passkontrolle einstellen. Es ist sinnvoll, eine Kopie des Präsidialerlasses mit sich zu führen und ggfs. vorzulegen.

e-Visa

Für geschäftliche, touristische oder humanitäre Kurzaufenthalte war zum 1. Januar 2021 die Einführung von e-Visa für die gesamte Russische Föderation geplant. Angesichts der herrschenden Einreisebeschränkungen werden jedoch zurzeit keine e-Visa erteilt.

PCR-Test

Personen, die nicht die russische Staatsangehörigkeit besitzen, müssen für die Einreise in Russland auch dann, wenn sie nur im Transit durchreisen wollen, einen Nachweis eines negativen Testergebnisses auf COVID-19 nach der Polymerase-Kettenreaktion-Methode (PCR) erbringen. Die Bestätigung muss ausgedruckt vorliegen und auf Russisch oder Englisch sein. Das negative Testergebnis darf nicht früher als drei Kalendertage vor Ankunft des Flugzeugs festgestellt worden sei. Russische Staatsangehörige können den Test auch innerhalb von drei Kalendertagen ab dem Datum der Einreise nach RUS durchführen lassen, müssen sich allerdings bis zum Vorliegen eines negativen Ergebnisses selbst isolieren.

Pflicht zur Selbstisolierung

Die Regierung der Russischen Föderation hat eine Regelung getroffen, nach der Ausländern die Einreise in die Russische Föderation grundsätzlich nicht möglich ist. Wenige Ausnahmen bestehen u. a. für Inhaber von Daueraufenthaltstiteln für die Russische Föderation. Ab dem 15. Juli 2020 kann die bislang bestehende Pflicht, sich nach Einreise in vierzehntägige Selbstisolation zu begeben, für alle aus dem Ausland einreisenden Ausländer entfallen, wenn sie den Nachweis über einen negativen COVID-19-Test vorlegen. Der negative COVID-19-Test darf nicht älter als 72 Stunden sein.
Ausländer, die zur Ausübung einer Erwerbstätigkeit in die Russische Föderation einreisen, sind weiterhin grundsätzlich zu einer vierzehntägigen Selbstisolation verpflichtet. Dies ist unabhängig von der Pflicht zur Vorlage des PCR-Tests.
Entscheidungen über Infektionsschutzmaßnahmen liegen bei den Gouverneuren. Diese Infektionsschutzmaßnahmen können daher je nach Ort variieren.


Reisen in die Bundesrepublik Deutschland: Direktreisen aus Russland, über Finnland oder Estland

Deutsche Staatsangehörige können Russland auf dem Landweg verlassen und nach Finnland oder Estland einreisen, um von dort die Weiterreise nach Deutschland anzutreten.
Mit Inkrafttreten des Erlasses der russischen Regierung Nr. 1445-r vom 29. Mai 2020 können auch Ausländer, die einen russischen Daueraufenthaltstitel „Vid na zhitelstvo“ besitzen, einmalig aus der Russischen Föderation in ihr Heimatland reisen. Bei der geplanten Ausreise sollte ausreichend Zeit für die Grenzkontrollen eingeplant werden und sicherheitshalber einen Ausdruck des Erlasses mitgeführt werden.

Mit Erlass No. 1170-r vom 29. April 2020 hat die russische Regierung eine Regelung verkündet, nach der Personen, die die russische Staatsangehörigkeit (auch neben einer anderen) besitzen und die einen Daueraufenthaltstitel für einen anderen Staat haben, einmalig die Russische Föderation verlassen können, um an ihren gewöhnlichen ausländischen Aufenthaltsort zu reisen. Vorgaben zu den zu benutzenden Grenzübergangsstellen macht der Erlass nicht. Ausreisende, die auch die russische Staatsangehörigkeit besitzen, sollten bei der geplanten Ausreise ausreichend Zeit für die Grenzkontrollen einplanen, sicherheitshalber einen Ausdruck des Erlasses mit sich führen und belegen können, dass der gewöhnliche Aufenthalt außerhalb Russlands liegt und der Aufenthalt in Russland nicht auf Dauer angelegt gewesen war.
Die Bestimmungen zur Einreise in das Bundesgebiet sind zu beachten, sie können u. a. auf der Webseite der Deutschen Vertretungen in Russland eingesehen werden.

Für in Russland gebietsansässige Personen gelten die auf der Webseite des Bundesministeriums des Inneren, für Bau und Heimat genannten Einreisebeschränkungen. Gebietsansässig ist eine Person dort, wo sie entweder ihren Wohnsitz oder ihren gewöhnlichen Aufenthalt hat.
Diese Personen dürfen nur nach Deutschland einreisen, wenn sie eine wichtige Funktion ausüben oder ihre Reise zwingend notwendig ist. Einzelheiten für die Einreisebeschränkungen und die aktuellen Ausnahmen finden Sie auf der verlinkten Webseite.


Testpflicht

Es besteht eine Testpflicht für Einreisende. Das Testergebnis muss in englischer, französischer oder deutscher Sprache vorliegen; der Test darf höchstens 48 Stunden vor Einreise durchgeführt worden sein. Nähere Anforderungen an die Tests sind auf der RKI-Webseite veröffentlicht. Danach werden neben Verfahren der Nukleinsäureamplifikationstechnik (PCR, LAMP, TMA) zum direkten Nachweis des Corona-Virus SARS-CoV-2 auch Antigen-Schnelltests anerkannt, wenn sie bestimmte Mindestkriterien erfüllen. Für Geimpfte bestehen keine Ausnahmen von der Testpflicht.


Direktreisen Russland – Deutschland

Zurzeit finden mehrfach die Woche Direktflüge von St. Petersburg nach Deutschland statt. Durchführende Fluggesellschaften sind Lufthansa, Aeroflot und Nordwind. Das Generalkonsulat übernimmt keine Garantie dafür, dass diese Flüge auch tatsächlich stattfinden und übernimmt keine Haftung.

Internationale Flugverbindungen bestehen nach Ägypten, Armenien, Aserbaidschan, Deutschland, Finnland, Griechenland, Großbritannien, in die Niederlande auf die Malediven, in die Schweiz, nach Sri Lanka, Syrien, Tadschikistan, Tansania, in die Türkei, nach Usbekistan, Venezuela und die Vereinigten Arabischen Emirate. Diese Verbindungen bestehen in der Regel ab Moskau. Die Flughäfen Amsterdam, Genf, Istanbul, und London (Luton), werden ab St. Petersburg angeflogen. Grundsätzlich stehen diese Flüge allen EU-Bürgern und Personen offen, die die derzeitigen Einreisebedingungen erfüllen. Wann diese Flüge stattfinden sollen, wo und wie die Flugscheine erworben werden können und ob für die Nutzung dieser Flugverbindungen bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden müssen, ist bei den durchführenden Fluggesellschaften zu erfragen. Den Erwerb der Flugscheine und die Organisation vom Aufenthaltsort zu den Flughäfen in St. Petersburg oder Moskau und die Weiterreise an ihren jeweiligen Zielort müssen die Reisenden selbständig und auf eigene Kosten organisieren.

Der Flughafen Frankfurt/Main (FRA) kann als Transitmöglichkeit ohne Einreise genutzt werden. Der Flughafen Berlin Brandenburg (BER) kann als Transitmöglichkeit ohne Einreise genutzt werden, wenn Ein- und Weiterreise über Terminal 1 erfolgen. Ein Transit an französischen Flughäfen ist derzeit nur möglich, um zu seinem Wohnort außerhalb des Schengen-Gebiets zurückzukehren oder aus medizinisch, geschäftlich oder familiär zwingend notwendigen Gründen.

Reisen über Finnland

Finnland lässt noch Einreisen zum Zwecke des Transits nach Deutschland zu. Die Fluggesellschaft FinnAir bietet wöchentliche Flüge zwischen St. Petersburg und Helsinki an. Die St. Petersburg am nächsten gelegenen russisch-finnischen Übergänge Brusnichnoye / Nuijamaa und Torfyanovka / Valimaa sind ab dem 19. Februar 2021 nur noch von 7.00 Uhr bis 21.30 Uhr für Individualreisende passierbar. Beide Grenzübergangsstellen können nur mit einem Fahrzeug passiert werden. Mit Taxen kann die Grenze nicht überquert werden. Bereits bei der Vorkontrolle, mehrere Kilometer vor der Grenzübergangsstelle, werden Reisende, die nicht in Fahrzeugen reisen, von der Weiterreise abgehalten. Es bestehen ab Finnland neben den Flugverbindungen folgende Fährverbindungen, mit denen eine Ausreise aus Finnland möglich ist:

  • Helsinki (FIN) - Travemünde (DEU) mit Finnlines
  • Turku (FIN) - Mariehamm (Åland, FIN) – Stockholm (SWE) mit Viking Line
  • Helsinki (FIN) - Tallinn (EST) mit Tallink Silja

Die Fähren nehmen in der Regel Fahrzeuge mit.

Informationen zur Einreise nach Finnland finden Sie auf der Website der finnischen Grenzschutzbehörde.


Reisen über Estland

Am russisch-estnischen Übergang Iwangorod / Narwa kann die Grenze auch zu Fuß überquert und von Narwa die Weiterreise mit Bussen, Bahn, Taxi oder Mietwagen nach Tallinn angetreten werden. Die Einreise mit einem Schengenvisum oder nationalem Visum ist nicht möglich. Es wird empfohlen, bei der Grenzübergangsstelle Mund-Nasen-Masken zu tragen.

Ab Tallinn verkehren mehrfach die Woche Flugzeuge nach Deutschland.

Informationen zur Einreise nach Estland finden Sie auf der Website des estnischen Außenministeriums.

Reisen über Lettland

Informationen zur Einreise nach Lettland zum Zweck der unmittelbaren Weiterreise nach Deutschland können auf der Website des lettischen Außenministeriums abgerufen werden.

Quarantäne-Bestimmungen nach der Einreise in die Bundesrepublik Deutschland

Die Muster-Verordnung zur Quarantänemaßnahmen für Ein- und Rückreisende zur Bekämpfung des Corona-Virus SARS-CoV-2 ist eine Handreichung für die Bundesländer und entfaltet keine unmittelbaren Rechtswirkungen. Rechtswirkungen entstehen nur durch die einzelnen Verordnungen der Bundesländer. Alle Reisenden sind aufgerufen, sich nach den Bestimmungen im Zielbundesland zu erkundigen. Über die folgende Webseite können die Verordnungen der Länder zentral abgerufen werden:
https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/coronavirus/corona-bundeslaender-1745198
Alle Reisenden sind aufgerufen, sich vor Ihrer Reise auch über eventuell bestehende Beherbergungsverbote zu informieren.

Grundsatz der zehntägigen Quarantäne (§§ 1 und 3 Muster-VO)

Grundsätzlich müssen alle Personen, die aus einem Risikogebiet gemäß § 2 Nr. 17 des Infektionsschutzgesetzes(IfSG) (vgl. www.rki.de/covid-19-risikogebiete) in das Bundesgebiet einreisen oder sich zu einem beliebigen Zeitpunkt in den letzten zehn Tagen vor der Einreise in das Bundesgebiet in einem Risikogebiet aufgehalten haben, sich für zehn Tage in Selbst-Quarantäne begeben. Die Russische Föderation gilt als Risikogebiet im Sinne von § 2 Nr. 17 IfSG. Die Betroffenen können sich frühestens am fünften Tag nach Einreise durch ein negatives Testergebnis von der Quarantäne-Pflicht befreien. Molekularbiologische Tests (PCR-Tests) werden derzeit aus allen EU-Mitgliedstaaten sowie auf der Webseite des Robert-Koch-Instituts gelisteten Staaten (https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Tests.html?nn=13490888) akzeptiert.
Für Personen, die nach einem Aufenthalt in Regionen mit einem besonders hohen Infektionsrisiko in die Bundesrepublik Deutschland einreisen, gelten weitere Regeln. Dazu gehören Regionen mit besonders hohen Fallzahlen (Hochinzidenzgebiete) und Regionen, in denen sich bestimmte Virusvarianten (Virusvarianten-Gebiete) ausgebreitet haben. Die Russische Föderation ist weder Hochinzidenz- noch Virusvarianten-Gebiet. Die für Reisende aus diesen Gebieten geltenden zusätzlichen Bestimmungen sind auf der Webseite des Robert-Koch-Instituts nachzulesen (PCR-Test bereits bei Einreise vorzulegen).

Digitale Einreiseanmeldung (DEA) (§ 1 Abs. 2 Muster-VO)

Seit dem 8. November 2020 besteht für Einreisende ins Bundesgebiet, die sich in den zehn Tagen vor der Einreise in einem Risikogebiet aufgehalten haben, die Pflicht, ihre Einreise auf der Webseite www.einreiseanmeldung.de vorher anzumelden.
Die erhaltene Bestätigung der digitalen Einreiseanmeldung (DEA) muss bei Einreise mitgeführt werden und auf Aufforderung der Beförderer / der mit der grenzüberschreitenden Verkehrskontrolle beauftragten Behörde vorgelegt werden; soweit eine DEA in Ausnahmefällen nicht möglich war, muss eine schriftliche Ersatzanmeldung erfolgen. Zusätzlich ist die zuständige Behörde unverzüglich zu informieren, wenn typische Symptome einer Infektion mit SARS-CoV-2 (Husten, Fieber, Geschmacksverlust) innerhalb von zehn Tagen nach Einreise auftreten.

Ausnahmen für bestimmte Personengruppen (§ 2 Muster-VO)

Diese Ausnahmeregelungen gilt nur, wenn die betroffenen Personen keine SARS-CoV-2-typischen Symptome (Husten, Fieber, Schnupfen, Geruchs-/Geschmacksverlust) aufweisen. Sollten diese Symptome binnen zehn Tagen nach Einreise auftreten, so ist unverzüglich ein Testzentrum oder Arzt aufzusuchen. Nachfolgende Personengruppen sind bei entsprechenden Nachweisen von der Quarantäne- und Testpflicht befreit:

  • Durchreisende ohne Zwischenstopp; diese haben das Gebiet auf dem schnellsten Weg zu verlassen, um die Durchreise abzuschließen,
  • Personen, die im Rahmen des Grenzverkehrs für weniger als 24 Stunden im Risikogebiet waren,
  • Einreisende zum Zweck eines Aufenthaltes von maximal 72 Stunden im Risikogebiet, im Falle von:
    • Besuchen von Verwandten 1. Grades
    • Reisen hochrangiger Diplomaten und Regierungsvertreter (bei Einhaltung von Hygiene-/Schutzkonzepten)
    • Personen, die beruflich grenzüberschreitend Waren/Güter transportieren (bei Einhaltung von Hygiene-/Schutzkonzepten)
    • Personen, deren Tätigkeit im Gesundheitssektor dringend erforderlich ist (bei Einhaltung von Hygiene-/Schutzkonzepten)
  • Grenzpendler/Grenzgänger, die mind. einmal wöchentlich an ihren Wohnsitz zurückkehren, wenn Reise aus DEU ins Risikogebiet bzw. umgekehrt zum Zweck der Berufsausübung/Berufsausbildung nachweislich zwingend notwendig (bei Einhaltung von Hygiene-/Schutzkonzepten)
  • Soldaten und Angehörige ausländischer Streitkräfte i. S. d NATO-Truppenstatuts
  • Personen, die zum Zweck einer mind. dreiwöchigen Arbeitsaufnahme nach DEU einreisen, sofern in den ersten zehn Tagen nach Einreise Vorkehrungen zur Kontaktvermeidung getroffen werden.

Ausnahmen von der Quarantänepflicht für weitere Personengruppen, sofern ein negatives Testergebnis vorliegt (§ 2 Abs. 3 Muster-VO)

Durch Vorlage eines Nachweises und einer negativen Testung (auf Deutsch, Englisch oder Französisch), die höchstens 48 Stunden vor der Einreise oder bei Einreise vorgenommen wurde, können sich weitere Personen von einer Quarantänepflicht befreien, z. B. Personen im Gesundheitssektor, im Bereich öffentliche Sicherheit / Ordnung, Diplomaten und Regierungsvertreter, Rechtspfleger, Polizeivollzugsbeamte u. a, s. § 2 Abs. 3 Muster-VO. Diese Ausnahmeregelungen gilt nur, wenn die betroffenen Personen keine SARS-CoV-2-typischen Symptome (Husten, Fieber, Schnupfen, Geruchs-/Geschmacksverlust) aufweisen. Sollten diese Symptome binnen zehn Tagen nach Einreise auftreten, so ist unverzüglich ein Testzentrum oder Arzt aufzusuchen.


Präventionsmaßnahmen im Bundesgebiet

Die pandemiebedingten Einschränkungen in Deutschland gelten noch bis mindestens 18. April 2021 weiter. In bestimmten Bereichen, etwa in Bus und Bahn, in Geschäften, Altenheimen oder an bestimmten Arbeitsstätten, ist das Tragen von medizinischen Masken verpflichtend. Zu den medizinischen Masken zählen sogenannte OP-Masken und Masken der Standards KN95 oder FFP2. Im öffentlichen Raum darf man sich mit den Angehörigen des eigenen und eines weiteren Hausstandes bis zu einer Gruppengröße von höchstens fünf Personen treffen bzw. aufhalten. Der Bewegungsradius kann in allen Landkreisen mit einer Siebentagesinzidenz von über 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern auf einen Umkreis von 15 Kilometer vom Wohnort begrenzt werden. Ferner besteht für Hotels und Gaststätten ein Beherbergungsverbot für touristische Aufenthalte.

Russische Visa

Mit Erlass vom 18. April 2020 (Nr. 274) hat der russische Staatspräsident den Fristablauf für den vorübergehenden Aufenthalt und die Registrierung von Ausländern in der Russischen Föderation bis zum 15. Juni 2020 ausgesetzt, wenn die Fristen zwischen dem 15. März und dem 15. Juni 2020 verstreichen und die Ausländer zuvor ordnungsgemäß registriert wurden. Diese Regelung wurde bis zum 15. Juni 2021 verlängert. Das bedeutet, dass bei Ablauf der Gültigkeit des russischen Visums eine Verlängerung erst ab dem 15. Juni 2021 beantragt werden muss. Für diesen Personenkreis ist es auch nicht notwendig, Ausreisevisa einzuholen.
Reisende, deren Visa abgelaufen sind, sollten bei Ausreisen frühzeitig am Flughafen oder an der Landgrenze sein und sich auf eine längere Passkontrolle einstellen. Es ist sinnvoll, eine Kopie des Präsidialerlasses mit sich zu führen und ggfs. vorzulegen.
Reisende, deren Visa vor dem 15. März 2020 abgelaufen sind, sind weiterhin verpflichtet, sich zu registrieren und ein Ausreisevisum zu beantragen.

e-Visa
Für geschäftliche, touristische oder humanitäre Kurzaufenthalte war zum 1. Januar 2021 die Einführung von e-Visa für die gesamte Russische Föderation geplant. Angesichts der herrschenden Einreisebeschränkungen werden jedoch zurzeit keine e-Visa erteilt.


Aufenthalt von visapflichtigen Ausländern im Bundesgebiet

Schengen-Visa: Die am 17. Juni 2020 vom Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat erlassene Verordnung zur Verlängerung der vorübergehenden Befreiung von Inhabern ablaufender Schengen-Visa und zur vorübergehenden Befreiung zur Durchreise zum Zweck der Ausreise aus dem Schengen-Raum vom Erfordernis eines Aufenthaltstitels auf Grund der COVID-19-Pandemie (2. Schengen-COVID-19-Pandemie-Verordnung) ist am 30. September 2020 ausgelaufen; eine Nachfolgeverordnung wurde nicht erlassen. Die Bundesrepublik Deutschland ist damit zum gesetzlich vorgesehenen Normalfall zurückgekehrt, dass die Voraussetzungen für die Erteilung eines Aufenthaltstitels im Einzelfall geprüft werden. Weitere Informationen sind auf der Webseite des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat abrufbar.

Nationale Visa: Inhaber nationaler Visa (D-Visa) sollen sich rechtzeitig vor Ablauf ihres Aufenthaltstitels mit der für ihren Aufenthaltsort zuständigen Ausländerbehörde in Verbindung setzen.


Bleiben Sie informiert: Krisenvorsorgeliste – schon registriert?

Alle Deutschen, die – auch nur vorübergehend – im Ausland leben, können sich bei der für sie zuständigen deutschen Auslandsvertretung in eine Krisenvorsorgeliste („ELEFAND“) eintragen lassen. Die Registrierung erfolgt online unter http://elefand.diplo.de
Bitte melden Sie sich nach erfolgter Rückreise nach Deutschland aus der Krisenvorsorgeliste ab oder – wenn Sie in einen Drittstaat umziehen – bei der für Sie dann zuständigen deutschen Auslandsvertretung an. Nach erfolgter Rückreise nach Deutschland aktualisieren Sie bitte Ihr ELEFAND-Profil.

Bitte beachten Sie, dass sich die Situation sehr rasch ändern kann. Bitte verfolgen Sie aufmerksam die Nachrichtenlage, vertrauen Sie bewährten Nachrichtenquellen und hinterfragen Sie Nachrichten aus sozialen Medien kritisch, um der Verbreitung von Fake News entgegenzuwirken. Die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes zu der Russischen Föderation stellen die neuesten Erkenntnisse dar.


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