Willkommen auf den Seiten des Auswärtigen Amts

Aktuelle Informationen COVID-19 im Amtsbezirk Sankt Petersburg

11.01.2021 - Artikel

Allgemeine Hinweise für Reisende

Seit dem 30. März 2020 sind die russischen Landgrenzen bis auf weiteres geschlossen.
Seit dem 8. November müssen alle in die Bundesrepublik Deutschland Einreisenden, die sich in den zehn Tagen vor der Einreise in der Russischen Föderation oder einem anderen Risikogebiet aufgehalten haben, sich für zehn Tage nach der Einreise in das Bundesgebiet in Quarantäne zu begeben. Damit die Gesundheitsämter die Einhaltung der Quarantäne kontrollieren können, müssen diese Reisenden eine digitale Einreiseanmeldung ausfüllen.

Mit Ablauf des 30. September 2020 hat das Auswärtige Amt seine weltweite Reisewarnung aufgehoben. Seit dem 1. Oktober 2020 gelten wieder differenzierte Reisehinweise für alle Länder. Aufgrund der CO-VID-19-Pandemie wird vor nicht notwendigen, touristischen Reisen in eine Vielzahl derzeit gewarnt. Das Auswärtige Amt warnt aufgrund der Ausbreitung von COVID-19 und damit einhergehenden Einschränkungen im internationalen Luft- und Reiseverkehr sowie Beeinträchtigungen des öffentlichen Lebens vor nicht notwendigen, touristischen Reisen in die Russische Föderation.
Das Auswärtige Amt hat auf seiner Webseite Informationen über Covid-19 für Reisende und über Ausnahmen von der Covid-19-Reisewarnung zusammengestellt.
Verbindlich sind die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes.


Reisen in die Russische Föderation

Die Regierung der Russischen Föderation hat eine Regelung getroffen, nach der Ausländern die Einreise in die Russische Föderation grundsätzlich nicht möglich ist. Wenige Ausnahmen bestehen für

1.) Drittstaatsangehörige von Staaten, die einen ständigen Wohnsitz in RUS haben
2.) Kraftfahrer, die Besatzungen von Luftfahrzeugen, See- und Binnenschiffen Zugpersonal
3.) Diplomaten und Dienstpassinhaber (auch ohne Visum für Kurzreisen)
4.) Transitpassagiere
5.) Nahe Familienangehörige, Vormünder oder Pfleger von russischen Staatsangehörigen
6.) Reise im Zusammenhang mit dem Tod eines nahen Verwandten
7.) Einmalige Reise zur Pflege von kranken nahen Familienangehörigen, Betreuern und Vormündern
8.) Medizinischen Behandlung
9.) Hochqualifizierte Fachkräfte (HQS)
10.) Wartungspersonal mit Genehmigung
11.) Teilnehmer am Staatlichen Programm freiwillige Umsiedlung

PCR-Test

Personen, die nicht die russische Staatsangehörigkeit besitzen, müssen für die Einreise in Russland auch dann, wenn sie nur im Transit durchreisen wollen, einen Nachweis eines negativen Testergebnisses auf COVID-19 nach der Polymerase-Kettenreaktion-Methode (PCR) erbringen. Die Bestätigung muss ausgedruckt vorliegen und auf Russisch oder Englisch sein. Das negative Testergebnis darf nicht früher als drei Kalendertage vor Ankunft des Flugzeugs festgestellt worden sei. Russische Staatsangehörige können den Test auch innerhalb von drei Kalendertagen ab dem Datum der Einreise nach RUS durchführen lassen, müssen allerdings bis zum Vorliegen eines negativen Ergebnisses sich selbst isolieren.

Pflicht zur Selbstisolierung

Wenn die einreisende Person nicht die russische Staatsangehörigkeit besitzt und zum Zweck der Ausübung einer Erwerbstätigkeit nach RUS einreist, besteht die Pflicht, nach der Einreise eine zweiwöchige Quarantäne einzuhalten. Dies ist unabhängig von der Pflicht zur Vorlage des PCR-Tests.
Die Regierung der Russischen Föderation hat eine Regelung getroffen, nach der Ausländern die Einreise in die Russische Föderation grundsätzlich nicht möglich ist. Wenige Ausnahmen bestehen u. a. für Inhaber von Daueraufenthaltstiteln für die Russische Föderation. Ab dem 15. Juli 2020 kann die bislang bestehen-de Pflicht, sich nach Einreise in vierzehntägige Selbstisolation zu begeben, für alle aus dem Ausland einreisenden Ausländer entfallen, wenn sie den Nachweis über einen negativen COVID-19-Test vorlegen. Der negative COVID-19-Test darf nicht älter als 72 Stunden sein.
Ausländer, die zur Ausübung einer Erwerbstätigkeit in die Russische Föderation einreisen, sind weiterhin grundsätzlich zu einer vierzehntägigen Selbstisolation verpflichtet.
Entscheidungen über Infektionsschutzmaßnahmen liegen bei den Gouverneuren. Diese Infektionsschutzmaßnahmen können daher je nach Ort variieren.

Reisen in die Bundesrepublik Deutschland: Direktreisen aus Russland, über Finnland oder Estland

Deutsche Staatsangehörige können Russland auf dem Landweg verlassen und nach Finnland oder Estland einreisen, um von dort die Weiterreise nach Deutschland anzutreten.
Mit Inkrafttreten des Erlasses der russischen Regierung Nr. 1445-r vom 29. Mai 2020 können auch Ausländer, die einen russischen Daueraufenthaltstitel „Vid na Shityelstvo“ besitzen, einmalig aus der Russischen Föderation in ihr Heimatland reisen. Eine Wiedereinreise nach Russland ist für diesen Personen-kreis in Pandemiezeiten nach derzeitigem Kenntnisstand weiterhin nicht möglich. Ausländer, die einen russischen Daueraufenthaltstitel „Vid na Shityelstvo“ besitzen, sollten bei der geplanten Ausreise ausreichend Zeit für die Grenzkontrollen einplanen und sicherheitshalber einen Ausdruck des Erlasses mit sich führen.
Mit Erlass No. 1170-r vom 29. April 2020 hat die russische Regierung eine Regelung verkündet, nach der Personen, die die russische Staatsangehörigkeit (auch neben einer anderen) besitzen und die einen Daueraufenthaltstitel für einen anderen Staat haben, einmalig die Russische Föderation verlassen können, um an ihren gewöhnlichen ausländischen Aufenthaltsort zu reisen. Vorgaben zu den zu benutzenden Grenzübergangsstellen macht der Erlass nicht. Ausreisende, die auch die russische Staatsangehörigkeit besitzen, sollten bei der geplanten Ausreise ausreichend Zeit für die Grenzkontrollen einplanen, sicherheitshalber einen Ausdruck des Erlasses mit sich führen und belegen können, dass der gewöhnliche Aufenthalt außerhalb Russlands liegt und der Aufenthalt in Russland nicht auf Dauer angelegt gewesen war.
Die Bestimmungen zur Einreise in das Bundesgebiet sind zu beachten, sie können u. a. auf der Webseite der Deutschen Vertretungen in Russland eingesehen werden.

Seit dem 27. Oktober 2020 sind unbeschränkte Einreisen in die Bundesrepublik Deutschland für die Gebietsansässigen folgender Staaten möglich: Australien, Japan, Neuseeland, Singapur, Südkorea und Thailand (Liste hier). Gebietsansässig ist eine Person in einem Staat, wenn sie dort entweder ihren Wohnsitz oder ihren gewöhnlichen Aufenthalt hat. Ein Wohnsitz ist insbesondere dann begründet, wenn die letzten sechs Monate dort verbracht wurden.

Für Personen, die in anderen als den vorstehend genannten Drittstaaten ansässig sind, gelten die bisherigen Einreisebeschränkungen fort. Sie dürfen nur nach Deutschland einreisen, wenn sie eine wichtige Funktion ausüben oder ihre Reise zwingend notwendig ist. Zur Frage, wann die zwingende Notwendigkeit einer Einreise gegeben ist, siehe hier. Auf der Webseite des Bundesministeriums des Inneren, für Bau und Heimat sind die aktuellen Informationen zusammengestellt.

Von Helsinki und Tallinn bestehen reguläre Flugverbindungen nach Deutschland. Bei der Einreise in das jeweilige EU-Land müssen Sie Ihre Weiterreise belegen, z. B. durch Flug- oder Fährtickets; außerdem dürfen keine Krankheitssymptome vorliegen.

Die Nennung von kommerziellen Dienstleistern stellen keine Empfehlung oder Auszeichnung bestimmter Unternehmen dar. Alle im Zusammenhang mit der Rückreise stehenden Kosten sind von den Reisenden selbst zu tragen. Das Generalkonsulat bietet keine Garantie und übernimmt auch keinerlei Haftung, dass die einzelnen Reisevarianten tatsächlich durchgeführt werden können.

Direktreisen Russland – Deutschland

Zurzeit finden donnerstags und samstags Lufthansaflüge zwischen Frankfurt / Main und St. Petersburg statt. Aeroflot-Flüge von Moskau nach Stockholm (SWE), Helsinki (FIN) und Warschau (POL) sind angekündigt und können über einschlägigen Webseiten gebucht werden. Das Generalkonsulat übernimmt keine Garantie dafür, dass diese Flüge auch tatsächlich stattfinden und übernimmt keine Haftung. Internationale Linienflugverbindungen bestehen nach Ägypten, Großbritannien auf die Malediven, in die Schweiz, nach Tansania, in die Türkei und die Vereinigten Arabischen Emirate. Diese Verbindungen bestehen in der Regel ab Moskau. Es finden derzeit keine Linienflüge von der Russischen Föderation in Mitgliedstaaten der Europäischen Union statt. Internationale Linienflugverbindungen bestehen nach Ägypten, Großbritannien, auf die Malediven, in die Schweiz, nach Tansania, in die Türkei und die Vereinigten Arabischen Emirate. Diese Verbindungen bestehen in der Regel ab Moskau. Die Flughäfen London-Luton, Istanbul und Genf werden ab St. Petersburg angeflogen. Wann diese Flüge stattfinden sollen, wo und wie die Flugscheine erworben wer-den können und ob für die Nutzung dieser Flugverbindungen bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden müssen, ist bei den durchführenden Fluggesellschaften zu erfragen. Den Erwerb der Flugscheine und die Organisation vom Aufenthaltsort zu den Flughäfen in St. Petersburg oder Moskau und die Weiterreise an ihren jeweiligen Zielort müssen die Reisenden selbständig und auf eigene Kosten organisieren.
Wenn Flüge zwischen Russland und Deutschland oder anderen Mitgliedstaaten der Europäischen Union, von denen eine Weiterreise nach Deutschland möglich ist und für die die Flugscheine nicht über die einschlägigen Webseiten oder bei den Fluggesellschaften erworben werden können, durchgeführt werden sollen und das Deutsche Generalkonsulat St. Petersburg hiervon Kenntnis erhält, werden die Informationen über ELEFAND verteilt. Flüge werden auch über die Webseite des russischen Luftverkehrsamt angekündigt: www.favt.ru
Die deutsche Fluggesellschaft Lufthansa bietet zurzeit freitags einen wöchentlichen Sonderflug von Moskau Domodedovo nach Frankfurt / Main an (Flug LH 1451). Das Angebot wurde ab dem 2. November 2020 um einen weiteren Lufthansasonderflug montags (Flug LH 1445) erweitert werden. Ausreisewillige, die sich für diese Flugmöglichkeit interessieren, können die Flugticktes entweder auf der Webseite der Fluggesellschaft oder über das Lufthansa Service Center in Moskau erwerben.

Reisen über Finnland

Finnland lässt noch Einreisen zum Zwecke des Transits nach Deutschland zu. Die St. Petersburg am nächsten gelegenen russisch-finnischen Übergänge Brusnichnoye / Nuijamaa und Torfyanovka / Valimaa können nur mit einem Fahrzeug passiert werden. Mit Taxen kann die Grenze nicht überquert werden. Bereits bei der Vorkontrolle, mehrere Kilometer vor der Grenzübergangsstelle, werden Reisende, die nicht in Fahrzeugen reisen, von der Weiterreise abgehalten. Es bestehen ab Finnland neben den Flugverbindungen folgende Fährverbindungen, mit denen eine Ausreise aus Finnland möglich ist:

  • Helsinki (FIN) - Travemünde (DEU) mit Finnlines
  • Turku (FIN) - Mariehamm (Åland, FIN) – Stockholm (SWE) mit Viking Line
  • Helsinki (FIN) - Tallinn (EST) mit Tallink Silja

Die Fähren nehmen in der Regel Fahrzeuge mit.


Folgende kommerzielle Busunternehmen sind dem Generalkonsulat bekannt. Daneben bieten auch andere Firmen, die im Internet recherchiert werden können, ihre Dienste an. Die Nennung von Busunternehmen in dieser E-Mail stellt keine Empfehlung dar. Alle im Zusammenhang mit den Reisen stehenden Kosten sind von den Reisenden selbst zu tragen. Das Generalkonsulat kann bei der Beschaffung von Fahrkarten nicht behilflich sein.

  • Das kommerzielle finnische Busunternehmen „HH kuriiri“ (info@hh-kuriiri.fi, Kommunikation auf Englisch möglich) - bietet die Verbindung St. Petersburg – Lappeenranta an (Abfahrt in St. Petersburg voraussichtlich montags, mittwochs und freitags um 7.45 Uhr, Ankunft in Lappeenranta ~ 13.30 Uhr). Ab Lappeenranta kann die Weiterreise nach Helsinki per Eisenbahn oder mit einem Mietwagen erfolgen, von Helsinki weiter per Fähre oder Flugzeug. Aufgrund der nicht absehbaren Dauer der Grenzkontrollen sollte die Weiterreise ab Finnland erst am folgenden Tag geplant wer-den. Die Verbindung soll ab dem 17. Juli 2020 bedient werden, die Tickets sollen 42,00 Euro pro Sitzplatz kosten. Bei der Buchung über die o. g. E-Mail-Adresse sind von allen Reisenden anzugeben: vollständige Namen, Telefonnummer, Passnummer und –gültigkeit und Staatsangehörigkeit sowie ggfs. Aufenthaltstitel
  • Das kommerzielle Reiseunternehmen „Skandinavia“ (http://skandinavia.spb.ru, Tel.: +7-921-639-6692) kündigt weiter Reisen von St. Petersburg bis nach Helsinki an. Erfahrungen mit diesem Anbieter liegen dem Generalkonsulat nicht vor.

Reisen über Estland

Am russisch-estnischen Übergang Iwangorod / Narwa kann die Grenze auch zu Fuß überquert und von Narwa die Weiterreise mit Bussen, Bahn, Taxi oder Mietwagen nach Tallinn angetreten werden. Die Einreise mit einem Schengenvisum oder nationalem Visum ist nicht möglich. Es wird empfohlen, bei der Grenzübergangsstelle Mund-Nasen-Masken zu tragen.
Das private Busunternehmen „LuxExpress“ (+372-511-1377, rait.remmel@luxexpres.eu) kann – neben allen anderen Transportanbietern – für die Weiterreise von Narva nach Tallinn angefragt werden. Die Buchung und die Bezahlung (Preise unbekannt) obliegt den Reisenden; das Generalkonsulat übernimmt keine Haftung, insbesondere nicht dafür, ob die Fahrten stattfinden.
Ab Tallinn verkehren mehrfach die Woche Flugzeuge nach Deutschland.

Quarantäne-Bestimmungen nach der Einreise in die Bundesrepublik Deutschland

Die Muster-Verordnung zur Quarantänemaßnahmen für Ein- und Rückreisende zur Bekämpfung des Corona-Virus SARS-CoV-2 ist eine Handreichung für die Bundesländer und entfaltet keine unmittelbaren Rechtswirkungen. Rechtswirkungen entstehen nur durch die einzelnen Verordnungen der Bundesländer. Alle Reisenden sind aufgerufen, sich nach den Bestimmungen im Zielbundesland zu erkundigen. Über die folgende Webseite können die Verordnungen der Länder zentral abgerufen werden:
https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/coronavirus/corona-bundeslaender-1745198
Alle Reisenden sind aufgerufen, sich vor Ihrer Reise auch über eventuell bestehende Beherbergungsverbote zu informieren.

Grundsatz der zehntägigen Quarantäne (§§ 1 und 3 Muster-VO)

Grundsätzlich müssen alle Personen, die aus einem Risikogebiet gemäß § 2 Nr. 17 des Infektionsschutzgesetzes(IfSG) (vgl. www.rki.de/covid-19-risikogebiete) in das Bundesgebiet einreisen oder sich zu einem beliebigen Zeitpunkt in den letzten zehn Tagen vor der Einreise in das Bundesgebiet in einem Risikogebiet aufgehalten haben, sich für zehn Tage in Selbst-Quarantäne begeben. Die Russische Föderation gilt als Risikogebiet im Sinne von § 2 Nr. 17 IfSG. Die Betroffenen können sich frühestens am fünften Tag nach Einreise durch ein negatives Testergebnis von der Quarantäne-Pflicht befreien. Molekularbiologische Tests (PCR-Tests) werden derzeit aus allen EU-Mitgliedstaaten sowie auf der Webseite des Robert-Koch-Instituts gelisteten Staaten (https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Tests.html?nn=13490888) akzeptiert.
Zusätzlich zu den Quarantäneverpflichtungen besteht für die oben genannten Personen nun eine Pflicht, sich höchstens 48 Stunden vor oder unmittelbar nach der Einreise einer Testung auf SARS-VoV2 zu unterziehen, deren Ergebnis auf Papier oder in einem elektronischen Dokument in deutscher, englischer oder französischer Sprache innerhalb von zehn Tagen nach der Einreise der zuständigen Behörde auf Verlangen unverzüglich vorgelegt werden können muss. Auch für diesen Test müssen die Anforderungen des Robert-Koch-Instituts erfüllt sein.

Digitale Einreiseanmeldung (DEA) (§ 1 Abs. 2 Muster-VO)

Seit dem 8. November 2020 besteht für Einreisende ins Bundesgebiet, die sich in den zehn Tagen vor der Einreise in einem Risikogebiet aufgehalten haben, die Pflicht, ihre Einreise auf der Webseite www.einreiseanmeldung.de vorher anzumelden.
Die erhaltene Bestätigung der digitalen Einreiseanmeldung (DEA) muss bei Einreise mitgeführt werden und auf Aufforderung der Beförderer / der mit der grenzüberschreitenden Verkehrskontrolle beauftragten Behörde vorgelegt werden; soweit eine DEA in Ausnahmefällen nicht möglich war, muss eine schriftliche Ersatzanmeldung erfolgen. Zusätzlich ist die zuständige Behörde unverzüglich zu informieren, wenn typische Symptome einer Infektion mit SARS-CoV-2 (Husten, Fieber, Geschmacksverlust) innerhalb von zehn Tagen nach Einreise auftreten.

Ausnahmen für bestimmte Personengruppen (§ 2 Muster-VO)

Diese Ausnahmeregelungen gilt nur, wenn die betroffenen Personen keine SARS-CoV-2-typischen Symptome (Husten, Fieber, Schnupfen, Geruchs-/Geschmacksverlust) aufweisen. Sollten diese Symptome binnen zehn Tagen nach Einreise auftreten, so ist unverzüglich ein Testzentrum oder Arzt aufzusuchen. Nachfolgende Personengruppen sind bei entsprechenden Nachweisen von der Quarantäne- und Testpflicht befreit:

  • Durchreisende ohne Zwischenstopp; diese haben das Gebiet auf dem schnellsten Weg zu verlassen, um die Durchreise abzuschließen,
  • Personen, die im Rahmen des Grenzverkehrs für weniger als 24 Stunden im Risikogebiet waren,
  • [NEU!] Personen, die über eine Impfdokumentation über eine mindestens 14 Tage vor Einreise bei ihnen vollständig abgeschlossene Schutzimpfung gegen SARS-CoV-2 (gem. § 22 Abs. 1 IfSG) verfüge
  • [NEU!] Personen, die über ein ärztliches Zeugnis über eine bei Einreise mindestens 21 Tage und höchstens sechs Monate zurückliegende, durch PCR-Test bestätigte Infektion mit SARS-CoV-2 verfügen
  • Einreisende zum Zweck eines Aufenthaltes von maximal 72 Stunden im Risikogebiet, im Falle von:
    • Besuchen von Verwandten 1. Grades
    • Reisen hochrangiger Diplomaten und Regierungsvertreter (bei Einhaltung von Hygiene-/Schutzkonzepten)
    • Personen, die beruflich grenzüberschreitend Waren/Güter transportieren (bei Einhaltung von Hygiene-/Schutzkonzepten)
    • Personen, deren Tätigkeit im Gesundheitssektor dringend erforderlich ist (bei Einhaltung von Hygiene-/Schutzkonzepten)
  • Grenzpendler/Grenzgänger, die mind. einmal wöchentlich an ihren Wohnsitz zurückkehren, wenn Reise aus DEU ins Risikogebiet bzw. umgekehrt zum Zweck der Berufsausübung/Berufsausbildung nachweislich zwingend notwendig (bei Einhaltung von Hygiene-/Schutzkonzepten)
  • Soldaten und Angehörige ausländischer Streitkräfte i. S. d NATO-Truppenstatuts
  • Personen, die zum Zweck einer mind. dreiwöchigen Arbeitsaufnahme nach DEU einreisen, sofern in den ersten zehn Tagen nach Einreise Vorkehrungen zur Kontaktvermeidung getroffen werden.

Ausnahmen von der Quarantänepflicht für weitere Personengruppen, sofern ein negatives Testergebnis vorliegt (§ 2 Abs. 3 Muster-VO)

Durch Vorlage eines Nachweises und einer negativen Testung (auf Deutsch, Englisch oder Französisch), die höchstens 48 Stunden vor der Einreise oder bei Einreise vorgenommen wurde, können sich weitere Personen von einer Quarantänepflicht befreien, z. B. Personen im Gesundheitssektor, im Bereich öffentliche Sicherheit / Ordnung, Diplomaten und Regierungsvertreter, Rechtspfleger, Polizeivollzugsbeamte u. a, s. § 2 Abs. 3 Muster-VO. Diese Ausnahmeregelungen gilt nur, wenn die betroffenen Personen keine SARS-CoV-2-typischen Symptome (Husten, Fieber, Schnupfen, Geruchs-/Geschmacksverlust) aufweisen. Sollten diese Symptome binnen zehn Tagen nach Einreise auftreten, so ist unverzüglich ein Testzentrum oder Arzt aufzusuchen.


Präventionsmaßnahmen im Bundesgebiet

Die pandemiebedingten Einschränkungen in DEU gelten noch bis min. 31. Januar 2020 weiter. Private Zusammenkünfte sind nur mit Mitgliedern des eigenen Hausstands und einer weiteren Person zulässig. Der Bewegungsradius kann in Landkreisen mit einer 7-Tages-Inzidenz von über 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern auf einen Umkreis von 15km vom Wohnort begrenzt werden. Ferner besteht ein Beherbergungsverbot von Hotels und Gaststätten für touristische Aufenthalte


Russische Visa

Mit Erlass vom 18. April 2020 (Nr. 274) hat der russische Staatspräsident den Fristablauf für den vorübergehenden Aufenthalt und die Registrierung von Ausländern in der Russischen Föderation bis zum 15. Juni 2020 ausgesetzt, wenn die Fristen zwischen dem 15. März und dem 15. Juni 2020 verstreichen und die Ausländer zuvor ordnungsgemäß registriert wurden. Diese Regelung wurde bis zum 15. Juni 2021verlängert. Das bedeutet, dass bei Ablauf der Gültigkeit des russischen Visums eine Verlängerung erst ab dem 15. Dezember Juni 20201 beantragt werden muss. Für diesen Personenkreis ist es auch nicht notwendig, Ausreisevisa einzuholen.
Reisende, deren Visa abgelaufen sind, sollten bei Ausreisen frühzeitig am Flughafen oder an der Landgrenze sein und sich auf eine längere Passkontrolle einstellen. Es ist sinnvoll, eine Kopie des Präsidialerlasses mit sich zu führen und ggfs. vorzulegen.
Reisende, deren Visa vor dem 15. März 2020 abgelaufen sind, sind weiterhin verpflichtet, sich zu registrieren und ein Ausreisevisum zu beantragen.

Aufenthalt von visapflichtigen Ausländern im Bundesgebiet

Schengen-Visa: Die am 17. Juni 2020 vom Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat erlassene Verordnung zur Verlängerung der vorübergehenden Befreiung von Inhabern ablaufender Schengen-Visa und zur vorübergehenden Befreiung zur Durchreise zum Zweck der Ausreise aus dem Schengen-Raum vom Erfordernis eines Aufenthaltstitels auf Grund der COVID-19-Pandemie (2. Schengen-COVID-19-Pandemie-Verordnung) ist am 30. September 2020 ausgelaufen; eine Nachfolgeverordnung wurde nicht erlassen. Die Bundesrepublik Deutschland ist damit zum gesetzlich vorgesehenen Normalfall zurückgekehrt, dass die Voraussetzungen für die Erteilung eines Aufenthaltstitels im Einzelfall geprüft werden. Weitere Informationen sind auf der Webseite des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat abrufbar.

Nationale Visa: Inhaber nationaler Visa (D-Visa) sollen sich rechtzeitig vor Ablauf ihres Aufenthaltstitels mit der für ihren Aufenthaltsort zuständigen Ausländerbehörde in Verbindung setzen.


Bleiben Sie informiert: Krisenvorsorgeliste – schon registriert?

Alle Deutschen, die – auch nur vorübergehend – im Ausland leben, können sich bei der für sie zuständigen deutschen Auslandsvertretung in eine Krisenvorsorgeliste („ELEFAND“) eintragen lassen. Die Registrierung erfolgt online unter http://elefand.diplo.de
Bitte melden Sie sich nach erfolgter Rückreise nach Deutschland aus der Krisenvorsorgeliste ab oder – wenn Sie in einen Drittstaat umziehen – bei der für Sie dann zuständigen deutschen Auslandsvertretung an. Nach erfolgter Rückreise nach Deutschland aktualisieren Sie bitte Ihr ELEFAND-Profil.

Bitte beachten Sie, dass sich die Situation sehr rasch ändern kann. Bitte verfolgen Sie aufmerksam die Nachrichtenlage, vertrauen Sie bewährten Nachrichtenquellen und hinterfragen Sie Nachrichten aus sozialen Medien kritisch, um der Verbreitung von Fake News entgegenzuwirken. Die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes zu der Russischen Föderation stellen die neuesten Erkenntnisse dar.


nach oben