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Filmvorführung „Der Dichter und seine Stadt. F. M. Dostojewski und St. Petersburg“

F. M. Dostojewski

F. M. Dostojewski, © Goethe-Institut

Artikel

17. Oktober 19.00 Uhr

„Der Dichter und seine Stadt. F. M. Dostojewski und St. Petersburg“. Ein Film von Heinrich Böll und Erich Kock (BRD, Sowjetunion 1969; Regie: Uwe Brandner).

Dostojewskis St. Petersburg. Lange Kamerafahrten durch Straßen und Kanäle, in Schwarz-Weiß gedreht, Menschenmengen, die mit einem langen Teleobjektiv auf den Bildschirm geholt werden, dazu Sentenzen aus den Romanen und ungeschminkte Stadtansichten – so filmte im Herbst 1966 ein Team des Westdeutschen Rundfunks die Stadt an der Newa. Ein Enkel von Dostojewski zeigte Orte, die vielleicht Schauplätze jener Romane gewesen sind. Mit dabei waren Drehbuchautor Heinrich Böll, damals einer der populärsten deutschen Schriftsteller in der Sowjetunion, und sein Sohn René Böll.

Die Stadt St. Petersburg war oft schon das „Material“ für einen literarischen Text – bei Fjodor M. Dostojewski ist sie beinahe selbst eine „handelnde Person“. „Der Dichter und seine Stadt“ ist ein inspirierendes, ungewöhnliches Stadtporträt von St. Petersburg. Und ungewöhnlich ist allemal, dass man solche Autorenfilmer-Ästhetik vor fünfzig Jahren in Deutschland im Fernsehen gesendet hat – im Kommerz-Zeitalter ist so etwas nur noch schwer vorstellbar. Trotz seiner melancholischen Grundierung ähnelt der Film einer Liebeserklärung. In seiner Jugend hatte Böll Dostojewski „verschlungen“, und für diesen Film, wie er schreibt, „den ganzen Dostojewski“ noch einmal gelesen.

Die Filmvorführung ist Teil des Projekts „Ferngespräche. Heinrich Böll und Lew Kopelew“.

Deutsch und Russisch mit Untertitlung.

Eintritt frei, Anmeldung erforderlich unter +7 911 9912502 (Kinozentrum „Lenfilm“).

Filmstudio „Lenfilm“, Kino

Kamennoostrovski Prospekt 10

Tel. +7 812 3631125, info-spb@goethe.de

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