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Grußwort zur Eröffnung  des 11. Deutschen Filmfestivals in Nowosibirsk

Rede

Vom 28. Mai bis 2. Juni 2019 fand in Nowosibirsk im Kino „Pobeda“ der 11. Deutsche Filmfestival statt. Es wurden acht deutsche Produktionen gezeigt, die in den vergangenen Jahren erschienen sind.

Vom 28. Mai bis 2. Juni 2019 fand in Nowosibirsk im Kino „Pobeda“ der 11. Deutsche Filmfestival statt. Es wurden acht deutsche Produktionen gezeigt, die in den vergangenen Jahren erschienen sind. Viele dieser Filme waren zum ersten Mal in Nowosibirsk und in Russland zu sehen – teilweise ausschließlich im Rahmen dieses Festivals.

Kino – dieses Wort hat einen ganz besonderen Klang. Das Kino ist ein Sehnsuchtsort, weil man dort alles finden kann, was der Alltag nicht zu bieten hat. Nicht weil er den Alltag nicht widerspiegelt, sondern weil er ihn erhebt und zu etwas Besonderem macht. Wir finden darin die großen Gefühle, Liebe, Hass und Eifersucht, Güte und Großmut, Bosheit und Rachsucht, wir finden Wahrheit, Tugend und Schönheit sowie, womöglich noch spannender, Trug und Laster und Verderbtheit, Helden und Schurken, Aufsteiger und Gefallene, Propheten und Narren, wir finden sie alle … Und dann die Schauspieler … und erst die Schauspielerinnen – wir himmeln sie an, sie sind Stars, Projektionsflächen unserer geheimsten Wünsche, das, was unser Nachbar, der Kretin, dieser blinde Passagier auf unserer Reise durch das Leben, leider in uns nicht erkennt …

Meine Damen und Herren, früher gab es keine Kino, und all das, was heute Kino ist, musste, jedenfalls in Deutschland, einer allein machen. Sein Name war Johann Wolfgang von Goethe. Und so werden Sie verstehen, dass ein Institut, das den Namen unseres Dichterfürsten Goethe in sich trägt, heute auch am Kino nicht vorbeikommt. Ich freue mich auf dieses Festival des deutschen Kinos, präsentiert von unserem Goethe-Institut in Nowosibirsk, und auch wir, das Deutsche Generalkonsulat, tragen dazu bei mit zwei Stummfilmen, begleitet von dem berühmten deutschen Stummfilmpianisten Stephan Graf von Bothmer: Morgen zeigen wir im Haus der Wissenschaft den vielleicht bedeutendsten deutschen Film überhaupt, Metropolis, und übermorgen in der Verwaltungshochschule den vielleicht gruseligsten, Nosferatu. Kommen Sie zahlreich!

Viel Vergnügen und vielen Dank!

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