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Botschafter von Geyr anlässlich der Unterzeichnung eines Kooperationsabkommens im Bereich Medizin

Botschafter von Geyr (links), Professor Sadownitschij und Ministerpräsident Kretschmer (rechts) in der Lomonossow-Universität

Botschafter von Geyr (links), Professor Sadownitschij und Ministerpräsident Kretschmer (rechts) in der Lomonossow-Universität, © Pawel Sosnowski

22.04.2021 - Rede

Lomonossow-Universität Moskau, 22. April 2021

-Es gilt das gesprochene Wort!-

Professor Sadownitschij,

Ministerpräsident Kretschmer,

Staatsminister Schmidt,

Staatsminister Gemkow,

Professor Tkachuk,

Professor Bornstein,

sehr geehrte Damen und Herren,

haben Sie herzlichen Dank dafür, dass wir uns heute in diesem schönen Saal der Lomonossow-Universität treffen können.

Es sind besondere Umstände: Ein ausdrücklich schöner Umstand, der Besuch des Ministerpräsidenten des Freistaates Sachsen, Herrn Kretschmer, in Moskau und seiner Delegation, die mit vielen Persönlichkeiten aus dem Bereich der Wissenschaften zeigt, wie wichtig Sachsen, ich darf sagen uns Deutschen die Zusammenarbeit mit russischen Partnern in diesem Bereich ist.

Und so ist dies auch einer der in Pandemie-Zeiten seltenen Möglichkeiten, sich zu sehen, Kontakte zu knüpfen und zu intensivieren.

Die Pandemie, und ebenso aktuelle, große Forschungsleistungen, wie die gemeinsamen Arktis-Expeditionen für die Klimaforschung, haben ja auch dreierlei gezeigt: Wir alle brauchen die Wissenschaft.

Wissenschaft ist erfolgreich, wenn sie Freiheit spürt.

Und die Wissenschaft braucht Internationale Zusammenarbeit.

Dies gilt für so gut wie alle unsere großen Zukunftsfragen – sie haben globalen Charakter und die Lösungen können nur international oder global sein.

Die deutsch-russische Kooperation im Wissenschaftsbereich hat große Tradition, sie funktioniert auch gegenwärtig hervorragend – und sie hat das Zeug auch für eine große Zukunft; ja ich möchte sagen, sie sollte oder muss auch eine große Zukunft haben.

Dabei kooperieren wir auf einem soliden Fundament: Wir haben eine anspruchsvolle deutsch-russische Forschungs-Roadmap, die auf 10 Jahre angelegt ist.

Wir haben gerade eben ein Themenjahr der Kooperation im Hochschul- und Bildungswesen gewidmet.

Und auch im Deutschlandjahr, das seit September hier in Russland läuft, haben Veranstaltungen und Projekte der Wissenschaft ganz bewusst eine zentrale Rolle.

Und auch die ganz konkreten Zahlen sind beeindruckend: Zwischen unseren Ländern bestehen ca. 1.000 Hochschulpartnerschaften.

Und ich gebe zu, ich bin stolz darauf, dass von den jungen Russinnen und Russen, wenn sie sich für ein Auslandsstudium entscheiden, derzeit jeder Vierte nach Deutschland kommt. Dies waren allein 2019 14.000 Studentinnen und Studenten.

Ich hoffe sehr, dass sich dieses Miteinander in beide Richtungen weiter intensivieren wird.

Heute geht es ganz konkret um Kooperation in der Medizinforschung, zwischen der Technischen Universität Dresden und der Lomonossow-Universität Moskau.

Ein wichtiger, ein „Lebens – wichtiger“ Bereich; Und ich möchte doch erwähnen, wie stark das deutsch-russische Miteinander im Bereich der medizinischen Forschung und Industrie ist, gerade erst vor wenigen Tagen habe ich mich dazu auch mit den Vertretern der deutschen Pharma-Unternehmen hier in Russland intensiv ausgetauscht, die einen wichtigen und wertvollen Beitrag leisten zur medizinischen Versorgung in Russland.

Bedeutung der Wissenschaft, Bedeutung des Internationalen Austausches, Bedeutung der Freiheit der Forschung: Ich möchte der Lomonossow-Universität sehr für ihr Engagement in der hochkarätigen Kooperation mit vielen deutschen Partneruniversitäten danken.

Und ich danke für Ihre Gastfreundschaft heute.

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