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Deutsch-Russisches Wissenschaftsforum zu Künstlicher Intelligenz in Moskau

Rachelle Sellung, Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO), Professor Dr. Maksim Fjodorow (Skoltech), Professor Dr. Ali Sunyaev (KIT), Dr. Konstantin Jakowlew (MIPT) und Dr. Michael Kubach, Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) während der Paneldiskussion.

Rachelle Sellung, Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO), Professor Dr. Maksim Fjodorow (Skoltech), Professor Dr. Ali Sunyaev (KIT), Dr. Konstantin Jakowlew (MIPT) und Dr. Michael Kubach, Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) während der Paneldiskussion., © Sergey Teplyakov

28.06.2019 - Artikel

Am 27. Juni 2019 lud das Wissenschaftsreferat der Deutschen Botschaft gemeinsam mit dem Deutschen Wissenschafts- und Innovationshaus (DWIH) Moskau zu einem deutsch-russischen Wissenschaftsforum zum aktuellen DWIH-Jahresthema „Künstliche Intelligenz“ (KI) ein. Das Forum fand in Partnerschaft mit dem Moskauer Institut für Physik und Technologie (MIPT) im Rahmen des deutsch-russischen Jahres der Hochschulkooperationen und Wissenschaft 2018-2020 statt.

Mit ca. 230 Besuchern aus Forschungs- und Industriekreisen stieß das Forum auf hohes Interesse. „Es war uns wichtig, einen interdisziplinären Ansatz zu verfolgen und ein buntes Programm zu bieten“, so Michail Rusakow, Koordinator beim DWIH in Moskau. „Wir hoffen damit neue Impulse für die bilaterale Kooperation anzuregen“, betonte Marina Piminowa vom Wissenschaftsrat der Deutschen Botschaft.

Ähnlich der KI-Strategie der Bundesregierung entwickelt auch Russland ein Programm zur Förderung dieser Zukunftstechnologie. MIPT ist als Standort des NTI-Zentrums für Künstliche Intelligenz in diesen Prozess gemeinsam mit mehreren Forschungseinrichtungen maßgeblich involviert. Gennadij Kurkin, Direktor des Zentrums, verwies auf eine zunehmende Verbreitung der KI im Alltag: „Sie steckt in unseren Smartphones, verfolgt uns durch Videoüberwachung und ersetzt uns am Steuer des Autos.“

In seinem Vortrag betonte der Sonderbeauftragte für Digitalisierung und digitale Transformation im Auswärtigen Amt, Dr. Heinrich Thölken, die immense Bedeutung von KI, die „die Balance der Weltmächte in Bewegung bringen“ werde.

Dem Vortrag von Herrn Thölken folgten Präsentationen von führenden KI-Forschungseinrichtungen: Dr. Ivana Kruijff-Korbayová vom Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Saarbrücken, die an einem KI-System für Roboter bei Katastropheneinsätzen forscht; Professor Dr. Kasten Wendland vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) zum Thema KI-Bewusstsein; Dr. Andrej Ustjuschanin von der Higher School of Economics (HSE) Moskau, der mit seinem Team die internationalen Kooperationen Russlands bei der KI quantitativ und qualitativ untersucht.

In einer Paneldiskussion sprachen Professor Dr. Ali Sunyaev (KIT), Professor Dr. Maksim Fjodorow (Skoltech), Dr. Michael Kubach vom Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) sowie Dr. Konstantin Jakowlew (MIPT) über den Einfluss der KI auf den menschlichen Alltag sowie über die Risiken der raschen Entwicklung der KI-Technologien.

Welche KI-Technologien sind auf dem Markt gefragt? Was sind Erfolgsbeispiele für deren Kommerzialisierung? Antworten auf diese Fragen gaben Swetlana Efimowa vom Startup „Oz Forentics“ (Teilnehmer der AHK-Tour „Start.up! Germany“ 2018) und Witalij Nedelskij vom „Semantic Hub“ (Teilnehmer der Informationsreise „Industrie 4.0“ auf Einladung des AA).

Auf dem anschließenden Empfang präsentierten die Künstler Andrej und Juliana Wrady die interaktive Installation „Transparent Waves“, die eine KI-Sicht auf die menschliche Emotionswelt mithilfe einer Gesichtserkennungs-Software darstellt.

Webseite des Deutschen Wissenschafts- und Innovationshaus (DWIH) Moskau 

Webseite des Deutsch-Russischen Jahres der Hochschulkooperationen und Wissenschaft 2018-2020


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