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Sprachkurs

Artikel

Wenn Sie im Anschluss an den Sprachkurs eine Ausbildung oder ein Studium aufnehmen wollen, ist dieses Merkblatt nicht einschlägig für Sie. Bitte lesen Sie das Merkblatt „Studium und studienvorbereitender Sprachkurs“ bzw. „Ausbildung / Weiterbildung“. Das vorliegende Merkblatt bezieht sich auf Sprachkurse ohne sich anschließende Ausbildung oder sich anschließendes Studium.

Sprachkurse im Sinne des § 16f Abs. 1 AufenthG sind ausschließlich Intensivsprachkurse. Es muss in der Regel ein täglicher Unterricht mit mindestens 18 Unterrichtsstunden pro Woche stattfinden. Abend- und Wochenendkurse sind nicht ausreichend. Der Sprachkurs muss auf den Erwerb umfassender deutscher Sprachkenntnisse gerichtet und die Dauer von vornherein zeitlich begrenzt sein.

Deutschkenntnisse sind im Vorfeld nicht zwingend erforderlich. Die Frage, ob Sie sich im Rahmen der im Heimatland bestehenden Möglichkeiten zumindest um die Aneignung von Grundkenntnissen der deutschen Sprache bemüht haben, kann jedoch bei der Prüfung der Plausibilität des angegebenen Aufenthaltszwecks eine Rolle spielen.

Deutsche Sprachkenntnisse können im Visumverfahren nachgewiesen werden durch ein anerkanntes Sprachzertifikat z.B. des Goethe-Instituts e.V., des Österreichischen Kulturforums, eines Anbieters der telc-GmbH, eines ECL Prüfungszentrums oder einem TestDaF-Institut.

Die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit während des Sprachkurses ist nicht erlaubt.

Ein Zweckwechsel nach erfolgreicher Beendigung des Sprachkurses ist möglich, wenn z.B. eine Erwerbstätigkeit aufgenommen werden soll. Bitte geben Sie bereits bei Antragstellung an, wenn Sie einen weiteren Aufenthalt in Deutschland im Anschluss an den Sprachkurs planen.

Merkblatt mit Checkliste



Welche Unterlagen müssen vorgelegt werden?

2 in deutscher Sprache ausgefüllte und eigenhändig unterschriebene Anträge auf Erteilung eines nationalen Visums einschließlich der Erklärung gemäß §§ 53, 54 Aufenthaltsgesetz

https://videx-national.diplo.de

Beachten Sie bitte zuvor die Ausfüllhinweise in deutscher, russischer bzw. englischer Sprache. Bei Antragstellung legen Sie bitte einen Ausdruck des Online-Antragsformulars einschließlich der Seite mit dem Barcode vor.

Sollte ein Sorgeberechtigter das Antragsformular und die Erklärung gemäß §§ 53, 54 AufenthG nicht unterschreiben können, kann er schriftlich, in einfacher Form, sein Einverständnis zur Beantragung des Visums erklären. In diesem Fall sind 2 Kopien der Datenseite eines Ausweisdokuments (z.B. Auslandspass, Personalausweis, Inlandspass) des verhinderten Sorgeberechtigten beizufügen.

Es müssen drei aktuelle, identische Passfotos vor weißem Hintergrund in der Größe 45 x 35 Millimeter vorgelegt werden. Die Fotos müssen die Person in einer Frontalaufnahme, ohne Kopfbedeckung und ohne Bedeckung der Augen zeigen. Beispiele finden Sie auf der Fotomustertafel

Bitte kleben Sie auf die Antragsformulare je ein Foto (ungeachtet des Hinweises auf dem Formular „nicht aufkleben“) und bringen Sie das dritte mit. Dieses erhalten Sie nach Vorsprache umgehend zurück.

Auslandspass mit 2 Kopien der Datenseite;

Der Auslandspass muss unterschrieben sein und noch mindestens 3 freie Seiten haben.

Inlandspass mit 2 Kopien der Datenseite und 2 Kopien aller Seiten mit Eintragungen.

Bei nicht-russischen Staatsangehörigen: Aufenthaltstitel für Russland mit 2 Kopien.


Einladung der Sprachschule mit folgenden Angaben: Kursort, Kursdauer und Niveau zu Beginn und zum Ende des Kurses sowie der Anzahl der Wochenstunden (siehe „Wichtige Hinweise“) mit Bestätigung der bezahlten Kursgebühren für den kompletten Aufenthalt mit 2 Kopien.

Achtung: Ein Integrationskurs ist kein Sprachkurs im Sinne dieses Merkblatts!

Nachweis über ausreichende finanzielle Mittel in Höhe von 947,- Euro pro Monat für die gesamte Dauer des geplanten Sprachkurses (z.B. sind bei einer geplanten Aufenthaltsdauer von 6 Monaten 5.682,- Euro, bei einer geplanten Aufenthaltsdauer von 9 Monaten 8.523,- Euro nachzuweisen)

  • Der Lebensunterhalt kann im Visumverfahren durch die Einrichtung eines Sperrkontos nachgewiesen werden. In der Russischen Föderation bietet nach dem aktuellen Kenntnisstand der Botschaft und der Generalkonsulate keine örtliche Bank ein Sperrkonto an, welches die Vorgaben des Visumverfahrens erfüllt. Bei der Wahl des Anbieters haben Sie freie Wahl. Anbieter, die weltweit diesen Service anbieten, finden Sie auf der Webseite des Auswärtigen Amts
    Hierbei ist der o.g. Betrag (zuzüglich Bankgebühren) einzuzahlen. Von diesem Betrag darf monatlich nur über 947,- Euro verfügt werden. Bitte informieren Sie sich vorab über die spätere Auflösung des Sperrkontos.
  • Behördliche (!) Verpflichtungserklärung nach §§ 66-68 AufenthG, nicht älter als 6 Monate und mit dem Aufenthaltszweck „Sprachkurs“ sowie nachgewiesener Bonität. Ausländerbehörden in Deutschland stellen dieses Dokument aus.
  • Der Lebensunterhalt kann im Visumverfahren auch durch Darlegung der Vermögens- und Einkommensverhältnisse der Eltern nachgewiesen werden: Vorzulegen sind dabei eine Bankbescheinigung mit einem Guthaben in Höhe von mindestens einem Jahr Lebensunterhalt sowie
    - eine notarielle Verpflichtungserklärung des Elternteils / der Eltern mit 2 Kopien,
    - eine Gehaltsbescheinigung mit 2 Kopien sowie
    - 2 Kopien der Datenseite der Auslands- oder Inlandspässe des Elternteils / der Eltern.
    Bitte beachten Sie, dass im Laufe des Visumverfahrens zusätzlich die Eröffnung eines Sperrkontos erforderlich werden kann. Sie werden in diesem Fall entsprechend informiert und um die Vorlage eines solchen Nachweises gebeten. Die Bearbeitungszeit Ihres Visumantrags kann sich dadurch verlängern.

Lückenloser tabellarischer Lebenslauf mit Angabe der vollständigen Adressen und Erreichbarkeiten – mit 2 Kopien. Sofern Sie diesen nicht auf Deutsch verfassen, ist eine Übersetzung in die deutsche Sprache beizufügen.

Selbstverfasstes und unterschriebenes Motivationsschreiben, in welchem detailliert die Gründe für den beabsichtigten Sprachkurs und Pläne für die spätere berufliche Zukunft dargestellt werden mit 2 Kopien. Sofern Sie dieses nicht auf Deutsch verfassen, ist eine Übersetzung in die deutsche Sprache beizufügen

Nachweis zu Ihrer beruflichen/schulischen Qualifikation mit je 2 Kopien, z.B. Studienbescheinigung, Universitätsabschluss, Abitur

Falls zutreffend: Bestätigung des Arbeitgebers, dass Deutschkenntnisse für Ihre weitere berufliche Entwicklung erforderlich sind mit Angaben von Gründen, zum Beschäftigungszeitraum, Position und Monatsverdienst im Unternehmen im Original mit 2 Kopien.

Ggf. Bestätigung des Arbeitgebers, dass Sie während der Dauer des Sprachkurses Ihrer Tätigkeit weiterhin fern nachgehen können oder für die Zeit des Sprachkurses freigestellt sind.

Wenn Sie bereits Deutschkenntnisse erworben haben: Nachweis mit 2 Kopien (z.B. Sprachzertifikat)

Krankenversicherung mit 2 Kopien. Die Krankenversicherung kann auch erst zur Erteilung des Visums vorgelegt werden. Da Reisekrankenversicherungen den Versicherungsschutz in ihren Versicherungsbedingungen ausschließen können, wenn ein Aufenthalt von mehr als 90 Tagen geplant ist, sollte vorzugsweise eine sog. „Incoming-Versicherung“ abgeschlossen werden.


Für Antragsteller, die noch nicht das 18. Lebensjahr erreicht haben:

  • Notarielle Einverständniserklärung der Sorgeberechtigten zur alleinigen Ausreise und zum dauerhaften Aufenthalt des Kindes im Bundesgebiet mit 2 Kopien sowie
  • Geburtsurkunde des Antragstellers mit 2 Kopien.

Zusätzliche, hier nicht genannte Unterlagen können im Einzelfall bei Antragstellung oder im Laufe des Visumverfahrens nachgefordert werden.

Alle nicht deutschsprachigen Unterlagen sind mit einer Übersetzung in die deutsche Sprache einzureichen. Durch einen Übersetzer in der Russischen Föderation angefertigte Übersetzungen bedürfen einer notariellen Beglaubigung. Für Übersetzungen, die durch einen vereidigten Übersetzer in Deutschland gefertigt wurden, ist eine notarielle Beglaubigung nicht erforderlich. Inlands- und Reisepass sowie die Krankenversicherung müssen nicht übersetzt werden.

Alle Originale und Übersetzungen sind mit jeweils 2 Kopien vorzulegen. Für die im Merkblatt genannten Kopien ist eine notarielle Beglaubigung nicht erforderlich.

Achten Sie auf die Abgabe vollständiger Antragsunterlagen! Unvollständige Anträge können zur Ablehnung des Visumantrags führen.

Dieses Merkblatt wird ständig aktualisiert, erhebt aber keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

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