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Visum zum Zwecke der Ausbildung / Weiterbildung

31.03.2021 - Artikel

Zu den einer qualifizierten Berufsausbildung vorgelagerten Sprachkursen zählt insbesondere der berufsbezogene Deutschsprachkurs nach der Deutschsprachförderverordnung (DeuFöV). Die Anmeldebestätigung ist bei Antragstellung vorzulegen. Der Sprachkurs sollte die Dauer von sechs Monaten nicht überschreiten und mindestens 20 Unterrichtsstunden pro Woche umfassen. Informationen zu dem Sprachkurs nach der DeuFöV kann der Ausbildungsbetrieb über die Bundesagentur für Arbeit einholen.

Soll einer Weiterbildungsmaßnahme ein Sprachkursbesuch vorangehen, so ist zunächst ein Visum zum Sprachkurs, der nicht der Studienvorbereitung dient, zu beantragen. Es besteht die Möglichkeit, im Anschluss an den erfolgreichen Sprachkurs die Weiterbildungsmaßnahme zu absolvieren. Siehe hierzu das Merkblatt “Sprachkurs„.

Deutsche Sprachkenntnisse können im Visumverfahren nachgewiesen werden durch ein anerkanntes Sprachzertifikat z.B. des Goethe-Instituts e.V., des Österreichischen Kulturforums, eines Anbieters der telc-GmbH oder einem TestDaF-Institut. Englische Sprachkenntnisse können nachgewiesen werden durch ausreichende Prüfungsergebnisse in IELTS oder TOEFL.

Merkblatt mit Checkliste

Welche Unterlagen müssen vorgelegt werden?

2 in deutscher Sprache ausgefüllte und eigenhändig unterschriebene Anträge auf Erteilung eines nationalen Visums einschließlich der Erklärung gemäß §§ 53, 54 Aufenthaltsgesetz

https://videx-national.diplo.de

Beachten Sie bitte zuvor die Ausfüllhinweise in deutscher, russischer bzw. englischer Sprache. Bei Antragstellung legen Sie bitte einen Ausdruck des Online-Antragsformulars einschließlich der Seite mit dem Barcode vor.

Sollte ein Sorgeberechtigter das Antragsformular und die Erklärung gemäß §§ 53, 54 AufenthG nicht unterschreiben können, kann er schriftlich, in einfacher Form, sein Einverständnis zur Beantragung des Visums erklären. In diesem Fall sind 2 Kopien der Datenseite eines Ausweisdokuments (z.B. Auslandspass, Personalausweis, Inlandspass) des verhinderten Sorgeberechtigten beizufügen.

Es müssen drei aktuelle, identische Passfotos vor weißem Hintergrund in der Größe 45 x 35 Millimeter vorgelegt werden. Die Fotos müssen die Person in einer Frontalaufnahme, ohne Kopfbedeckung und ohne Bedeckung der Augen zeigen. Beispiele finden Sie auf der Fotomustertafel

Bitte kleben Sie auf die Antragsformulare je ein Foto (ungeachtet des Hinweises auf dem Formular „nicht aufkleben“) und bringen Sie das dritte mit. Dieses erhalten Sie nach Vorsprache umgehend zurück.

Auslandspass mit 2 Kopien der Datenseite;

Der Auslandspass muss unterschrieben sein und noch mindestens 3 freie Seiten haben.

Inlandspass mit 2 Kopien der Datenseite und 2 Kopien aller Seiten mit Eintragungen.

Bei nicht-russischen Staatsangehörigen: Aufenthaltstitel für Russland mit 2 Kopien.


Krankenversicherung mit 2 Kopien. Die Krankenversicherung kann auch erst zur Erteilung des Visums vorgelegt werden. Die gesetzliche Krankenversicherung gilt bei einem Ausbildungsverhältnis erst mit Wohnsitznahme in Deutschland und Beginn der Ausbildung. Erfolgt die Einreise bereits zuvor, ist eine private Krankenversicherung abzuschließen bis die Ausbildung tatsächlich beginnt und die Aufnahme in die gesetzliche Krankenversicherung möglich ist.

Ist die Aufnahme in die gesetzliche Krankenversicherung nicht möglich (z.B. bei einem Aufenthalt zur Weiterbildung), so ist für den gesamten Aufenthaltszeitraum eine private Krankenversicherung nachzuweisen. Dabei sollte vorzugsweise eine sog. „Incoming-Versicherung“ abgeschlossen werden. Reisekrankenversicherungen können den Versicherungsschutz in ihren Versicherungsbedingungen ausschließen, wenn ein langfristiger Aufenthalt geplant ist.

Lückenloser tabellarischer Lebenslauf mit Angabe der vollständigen Adressen und Erreichbarkeiten – mit 2 Kopien. Sofern Sie diesen nicht auf Deutsch verfassen, ist eine Übersetzung in die deutsche Sprache beizufügen.

Selbstverfasstes und unterschriebenes Motivationsschreiben, in welchem detailliert die Gründe für die beabsichtigte Ausbildung / Weiterbildung und Pläne für die spätere berufliche Zukunft dargestellt werden mit 2 Kopien. Sofern Sie dieses nicht auf Deutsch verfassen, ist eine Übersetzung in die deutsche Sprache beizufügen.

Nachweis zu Ihrer beruflichen/schulischen Qualifikation mit je 2 Kopien, z.B. Studienbescheinigung, Universitätsabschluss, Abitur

In Fällen der betrieblichen Aus-/Weiterbildung gilt: Beträgt Ihre monatliche Ausbildungsvergütung mindestens 939 Euro/brutto bzw. 752 Euro/netto, kann von einer
Sicherung des Lebensunterhaltes ausgegangen werden. Weitere Nachweise sind in diesem Fall nicht erforderlich.

Sollte eine Vergütung in dieser Höhe nicht vorliegen, so muss die Sicherung des Lebensunterhalts durch entsprechende Nachweise belegt werden.

Antragsteller, die eine Weiterbildung in einer Bildungseinrichtung anstreben (Besuch von Kursen, keine Tätigkeit in einem Betrieb), weisen zur Sicherung des Lebensunterhaltes mindestens 947 Euro / netto nach.

  • Der Lebensunterhalt kann im Visumverfahren durch die Einrichtung eines Sperrkontos nachgewiesen werden. In der Russischen Föderation bietet nach dem aktuellen Kenntnisstand der Botschaft und der Generalkonsulate keine örtliche Bank ein Sperrkonto an, welches die Vorgaben des Visumverfahrens erfüllt. Bei der Wahl des Anbieters haben Sie freie Wahl. Anbieter, die weltweit diesen Service anbieten, finden Sie auf der Webseite des Auswärtigen Amts 
    Hierbei ist der o.g. Betrag (zuzüglich Bankgebühren) einzuzahlen. Von diesem Betrag darf monatlich nur über 947,- Euro verfügt werden. Bitte informieren Sie sich vorab über die spätere Auflösung des Sperrkontos.
  • Alternativ kann eine behördliche (!) Verpflichtungserklärung nach §§ 66-68 AufenthG, nicht älter als 6 Monate und mit dem Aufenthaltszweck „Ausbildung“ bzw. „Weiterbildung“ sowie nachgewiesener Bonität vorgelegt werden. Ausländerbehörden in Deutschland stellen dieses Dokument aus.
  • Der Lebensunterhalt kann im Visumverfahren auch durch Darlegung der Vermögens- und Einkommensverhältnisse der Eltern nachgewiesen werden: Vorzulegen sind dabei eine Bankbescheinigung mit einem Guthaben in Höhe von mindestens einem Jahr Lebensunterhalt sowie
    - eine notarielle Verpflichtungserklärung des Elternteils / der Eltern mit 2 Kopien, 
    - eine Gehaltsbescheinigung mit 2 Kopien sowie
    - Kopien der Datenseite der Auslands- oder Inlandspässe des Elternteils / der Eltern.

Bitte beachten Sie, dass im Laufe des Visumverfahrens zusätzlich die Eröffnung eines Sperrkontos erforderlich werden kann. Sie werden in diesem Fall entsprechend informiert und um die Vorlage eines solchen Nachweises gebeten. Die Bearbeitungszeit Ihres Visumantrags kann sich dadurch verlängern.

Für Antragsteller, die noch nicht das 18. Lebensjahr erreicht haben:

  • Notarielle Einverständniserklärung der Sorgeberechtigten zur alleinigen Ausreise und zum dauerhaften Aufenthalt des Kindes im Bundesgebiet mit 2 Kopien sowie
  • Geburtsurkunde des Antragstellers mit 2 Kopien.

Ausbildungsvertrag (2 Kopien) eines in Deutschland ansässigen Ausbildungsbetrieben mit folgenden Angaben:

  • Ausbildungsberuf und Zeitraum der Ausbildung,
  • Anschrift des Ausbildungsbetriebes und/oder der Berufsschule sowie Kontaktdaten eines Ansprechpartners,
  • Brutto-Ausbildungsvergütung in EUR / monatlich.

Nachweis ausreichender Sprachkenntnisse (Niveau B1) mit 2 Kopien durch

  • Bestätigung des Ausbildungsbetriebes oder der Berufsschule, dass Sprachkenntnisse ausreichend sind oder
  • Anmeldebestätigung für einen ausbildungsvorbereitenden Deutschsprachkurs (siehe wichtige Hinweise) oder
  • Sprachzertifikat mindestens Niveau B1.

Weiterbildungsvertrag mit 2 Kopien mit folgenden Angaben

  • Anschrift des Weiterbildungsbetriebes und / oder der Bildungseinrichtung sowie Kontaktdaten eines Ansprechpartners,
  • Zeitraum und Ziel der Weiterbildungsmaßnahme,
  • bei betrieblicher Weiterbildung: detaillierter Weiterbildungsplan,
  • Sprache, in der die Weiterbildung angeboten wird.

Nachweis über ausreichende Kenntnisse der Weiterbildungssprache mit 2 Kopien.


Zusätzliche, hier nicht genannte Unterlagen können im Einzelfall bei Antragstellung oder im Laufe des Visumverfahrens nachgefordert werden.

Alle nicht deutschsprachigen Unterlagen sind mit einer Übersetzung in die deutsche Sprache einzureichen. Durch einen Übersetzer in der Russischen Föderation angefertigte Übersetzungen bedürfen einer notariellen Beglaubigung. Für Übersetzungen, die durch einen vereidigten Übersetzer in Deutschland gefertigt wurden, ist eine notarielle Beglaubigung nicht erforderlich. Inlands- und Reisepass sowie die Krankenversicherung müssen nicht übersetzt werden.

Alle Originale und Übersetzungen sind mit jeweils 2 Kopien vorzulegen. Für die im Merkblatt genannten Kopien ist eine notarielle Beglaubigung nicht erforderlich.

Achten Sie auf die Abgabe vollständiger Antragsunterlagen! Unvollständige Anträge können zur Ablehnung des Visumantrags führen.

Dieses Merkblatt wird ständig aktualisiert, erhebt aber keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

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