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Ausbau der Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft in den Ländern der Östlichen Partnerschaft und Russland

Zivilgesellschaftliches Engagement fördern

Zivilgesellschaftliches Engagement fördern, © Potsdam Media International e.V.

30.08.2019 - Artikel

Seit 2014 ermöglicht das Programm zum Ausbau der Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft in den Ländern der Östlichen Partnerschaft und Russland zahlreichen zivilgesellschaftlichen Organisationen, ihre Rolle als zentrale Akteure und wichtige Partner staatlichen Handelns wahrzunehmen.

Das Programm zum Ausbau der Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft in den Ländern der Östlichen Partnerschaft und Russland ermöglicht Organisationen der Zivilgesellschaft und den in ihnen engagierten Bürgerinnen und Bürgern, gemeinschaftliche Projekte umzusetzen und so die andauernden Transformationsprozesse in der Region zu unterstützen. In den letzten sechs Jahren wurden über 3.000 Projektideen eingereicht und rund 1100 Projekte in einem Gesamtvolumen von über 77 Mio. Euro durch zahlreiche Organisationen der Zivilgesellschaft realisiert.

Zielländer und Projektinhalte

Im Rahmen des Programms fördert die Bundesregierung Maßnahmen, die durch die Zusammenarbeit der deutschen Zivilgesellschaft mit den Zivilgesellschaften in den Ländern der Östlichen Partnerschaft (Armenien, Aserbaidschan, Belarus, Georgien, Republik Moldau, Ukraine) und Russland die Transformations- und internen Integrationsprozesse in umfassender Weise unterstützen.

Dies schließt die gesamte Bandbreite kultureller und bildungspolitischer Projektarbeit – Medien, Wissenschaft, Bildung inkl. beruflicher Bildung, Kultur, Sprache und Jugendarbeit – ein. Um sozialen Zusammenhalt und den Aufbau zivilgesellschaftlicher Strukturen in der Region zu stärken und die Grundlagen einer freiheitlich-demokratischen und pluralistischen Grundordnung zu fördern, sollen möglichst viele engagierte Akteure sowohl aus ländlichen Gebieten als auch aus urbanen Zentren der Zielländer eingebunden werden.

Ziele der zivilgesellschaftlichen Zusammenarbeit

Förderfähig sind Maßnahmen, die dauerhafte zivilgesellschaftliche Strukturen der Zusammenarbeit zwischen Akteuren aus Deutschland und den Ländern der Östlichen Partnerschaft bzw. aus Russland auf- oder ausbauen. Projekte müssen außerdem möglichst viele Akteure der Zivilgesellschaft erreichen und eines der nachfolgenden vier Förderziele verfolgen: 

  1. „Pluralismus stärken“ – Auf- und Ausbau von Informations-, Meinungs- und Medienvielfalt:
    Gemeint ist der Auf- und Ausbau einer pluralistischen Medienlandschaft und damit verbunden die Stärkung von Anerkennung und Respekt vor der Vielfalt der Meinungen innerhalb der Gesellschaft. Dieses Ziel soll u.a. über die Aus- und Fortbildung von Journalistinnen und Journalisten, Bloggerinnen und Bloggern sowie anderen Medienakteuren sowie Projekte zur Stärkung der Medienkompetenz, z.B. an Schulen und Universitäten, erreicht werden.
  2. „Wertediskurse fördern“ – Werte durch zivilgesellschaftlichen Dialog und kulturpolitische Maßnahmen stärken
    Die Förderung von Wertediskursen über fundamentale Grundwerte wie Achtung der Menschenrechte, Gesetzmäßigkeit der Verwaltung, Unabhängigkeit der Gerichte, das Recht der Persönlichkeit auf Leben und freie Entfaltung und dem Prinzip der Mehrheitsentscheidung durch Austausch- und Kulturprojekte sowie zivilgesellschaftlichen Dialog stellt ein weiteres wichtiges Ziel des Programms dar.
  3. „Zukunftsperspektiven geben“ – Maßnahmen der akademischen, beruflichen und gesellschaftspolitischen Aus- und Fortbildung
    Darüber hinaus sollen insbesondere jungen Menschen Zukunftsperspektiven für die eigene wirtschaftliche, gesellschaftliche und soziale Entwicklung gegeben werden. Aus- und Fortbildungsprojekte werden hierbei als Fundament verstanden, auf dem jeder Mensch seine ganz persönlichen Zukunftsperspektiven und Träume aufbaut, und stehen daher ebenfalls im Zentrum des Programms. 
  4. „Förderung von Dialog und Verständigung“ – Wiederaufbau vor dem Hintergrund territorialer Konflikte verloren gegangenen Vertrauens
    Ein weiteres wichtiges Ziel ist die Wiederherstellung der Bereitschaft zu Dialog und Verständigung zwischen Gesellschaften, deren Staaten Parteien eines Territorialkonfliktes sind. Die ungelösten Spannungen aufgrund unterschiedlicher geschichtlicher Narrative haben auch zu einer tiefen Spaltung der Zivilgesellschaften geführt. Gefördert werden daher Menschen und Organisationen, die sich mit den betroffenen Gruppen um das Verstehen der Perspektive der jeweils anderen Seite bemühen und hieraus Kompromissbereitschaft entwickeln.

Einreichung von Projektideen

Informationen zum Programm

Für weitere Informationen rund um das Programm und Rückfragen steht Ihnen im Auswärtigen Amt das zuständige Referat 601 gerne zur Verfügung. Bitte wenden Sie sich an

  • Frau Magdalena Patalong, 030/1817-2148, 601-2-1@diplo.de
  • Frau Carolina Jochheim, 030/1817-7966, 601-2-2@diplo.de
  • Herrn Daniel Demele, 030/1817-7967, 601-2-3@diplo.de
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