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Willkommensfeier für Astronaut Alexander Gerst und die Crew der 56./57. ISS-Mission

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ESA-Astronaut Alexander Gerst und Botschafter von Fritsch
ESA-Astronaut Alexander Gerst und Botschafter von Fritsch© picture alliance/Mikhail Japaridze/TASS/dpa

Am 13. Februar 2019 kamen auf Einladung des Botschafters und Frau von Fritsch knapp 200 Gäste im Festsaal der Botschaft zusammen, um die erfolgreiche ISS-Mission und die Rückkehr des deutschen ESA-Astronauten Alexander Gerst, der US-amerikanischen NASA-Astronautin Serena Auñón -Chancellor und des russischen ROSKOSMOS-Kosmonauten Sergei Walerjewitsch Prokopyew zu feiern.

Die Crew hatte im Rahmen der 56. und 57. ISS-Mission unter dem Motto „Horizons“ vom 06. Juni bis zum 20. Dezember 2018 197 Tage im All verbracht. Am 03. Oktober 2018 übernahm Alexander Gerst als erster Deutscher das Kommando über die ISS. Während ihrer Zeit im All umrundete die Crew die Erde 3.152 Mal und führte knapp 300 Experimente durch. Darunter waren Experimente zu neuen Behandlungsmethoden für Krebs und zum Algenwachstum im All, durch die Langzeitexpeditionen ins All ermöglicht werden sollen.

Die Arbeit der Astronauten wurde in Grußworten des Botschafters von Fritsch, des ESA-Generaldirektors Jan Wörner, des US-amerikanischen Botschafters Jon M. Huntsman Jr. und des Leiters des Gagarin Cosmonaut Training Centre Pawel Nikolajewitsch Wlasow gewürdigt. Botschafter von Fritsch würdigte Gerst  als „wundervollen Kommunikator, der Träume und Hoffnungen inspiriert hat.“ Solche erfolgreichen Missionen riefen der Menschheit in Erinnerung, dass gemeinsam Hindernisse überwunden werden könnten, wenn Menschen miteinander kooperierten.

Als Teil des offiziellen Programms interviewten zwei Schüler der Deutschen Schule Moskau, Polina Ivanova und Justin Hieke, die drei Astronauten. Gerst unterstrich in seinen Antworten noch einmal die Bedeutung der ISS für die Wissenschaft und rief in Erinnerung, dass jedes einzelne Experiment nur auf der ISS so durchgeführt werden konnte.  Zusätzlich verdeutlichte er auch noch einmal die Faszination, die von der Raumfahrt ausgeht: „Wir Menschen sind Entdecker und haben ein Bedürfnis, unsere Umwelt zu verstehen. So, wie wir alle Ecken unseres Planeten erforscht haben, entdecken wir nun den Weltraum um uns herum.“ Dabei stünden wir allerdings erst ganz am Beginn des Zeitalters der Weltraumerforschung.

Nach dem Interview und den Grußworten wurde ein trinationales Buffet mit Speisen aus Alexander Gersts Heimatregion Hohenlohe im Nordosten von Baden-Württemberg sowie mit Gerichten aus Russland und den Vereinigten Staaten eröffnet. Der Wein kam passend dazu ebenfalls aus Künzelsau, dem Heimatort des deutschen Astronauten. Für die musikalische Begleitung sorgte die Hohenloher Band „Annawech“, die damit ihr erstes Konzert in Russland spielte.

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