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Kaminabend: „Ein russischer Europäer: 200. Geburtstag von Iwan Turgenew“

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Büste von Iwan Turgenjew  in Baden-Baden
Büste von Iwan Turgenjew  in Baden-Baden© dpa

Am 15. Oktober 2018 wurde in der Residenz ein doppeltes deutsch-russisches Jubiläum begangen. Unter dem Titel „Ein russischer Europäer: 200. Geburtstag von Iwan Turgenew“ wurde der runde Geburtstag des großen russischen Schriftstellers gefeiert, ebenso das 10jährige Bestehen des Instituts für russisch-deutsche Literatur- und Kulturbeziehungen.

Das IRDLK wird seit 2008 von der Russischen  Staatlichen Universität für Geisteswissenschaften (RGGU) und dem Deutschen Akademischen  Austauschdienst in Bonn (DAAD) gemeinsam betrieben. Es fungiert als Veranstaltungs- und Forschungszentrum, vor allem aber aus russlandweit ausstrahlendes Qualifikationszentrum für den Nachwuchs im Fachbereich Germanistik. Für den DAAD ist das IRDLK die größte Fördermaßnahme für die Germanistik weltweit. 

Gesandtin und Geschäftsträgerin a.i. der Deutschen Botschaft Moskau, Beate Grzeski
Gesandtin und Geschäftsträgerin a.i. der Deutschen Botschaft Moskau, Beate Grzeski© Deutsche Botschaft

Die Gesandtin und Geschäftsträgerin a.i. der Deutschen Botschaft Moskau, Beate Grzeski, der Rektor der RGGU, Prof. Dr. Aleksandr Besborodow, der Rektor der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Prof.  Dr. Dr. h.c. Hans-Jochen Schiewer begrüßten die rund 100 Gäste. Sie würdigten die Jubilare als  Symbole der engen Verbindungen zwischen Deutschland und Russland. Den Impulsvortrag hielt  Prof. Dr. Elisabeth Cheauré, Professorin für Slawische Philologie in Freiburg und Kuratorin der Ausstellung „Russland in Europa. Europa in Russland. 200 Jahre Ivan Turgenev“. Sie berichtete über die derzeit in Freiburg gezeigte Ausstellung, die das Verhältnis Russlands zu Europa und Europas zu Russland in den Blickpunkt nehme. Anschließend wurde ein speziell von jungen Akademikern für die Ausstellung produzierter Film gezeigt. Darin wird das zeithistorische, aber auch heute noch aktuelle Thema des Verhältnisses zwischen Russland und Europa anhand des legendären Streits aufbereitet, den die Schriftsteller Turgenev und Dostojewski 1867 in Baden-Baden führten.  

Leiter der Kulturabteilung der Botschaft Jan Kantorczyk
Leiter der Kulturabteilung der Botschaft Jan Kantorczyk© Deutsche Botschaft

Ausgehend von diesem Gespräch diskutierten anschließend Prof. Dr. Dmitrij Bak (Direktor des Staatlichen Museums für Geschichte der russischen Literatur und Professor der RGGU), Prof. Dr. Dirk Kemper (Leiter des „Instituts für russisch-deutsche  Literatur- und Kulturbeziehungen“ an der RGGU) und Dr. Regine Nohejl (Mit-Kuratorin der Ausstellung „Russland in Europa. Europa in Russland. 200 Jahre Ivan Turgenev“) die Frage „Wie aktuell ist Turgenev?“ mit erstaunlich aktuellen Querverbindungen zur Gegenwart.  

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