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Deutsch-Russisches Life Science Talk: Lebenswissenschaften als Brücke zwischen Wissenschaft und Wirtschaft

28.02.2018 - Artikel

Lebenswissenschaften (Life Sciences) gehören in Deutschland und Russland zu den prioritären Forschungsrichtungen und spielen in den deutsch-russischen Wissenschaftsbeziehungen traditionell eine sehr wichtige Rolle.

Life Science Talk
Life Science Talk© Sergey Teplyakov

Wissenschaftler aus verschiedenen Bereichen wie Biologie, Chemie, Medizin u.a. arbeiten an gemeinsamen Projekten. Wie aber können Forschungsergebnisse zu konkreten Produkten und Dienstleistungen werden? Welche Instrumente zur Kommerzialisierung von Forschungsprojekten gibt es in Deutschland und in Russland? Wo unterscheiden sich die Chancen und welche Möglichkeiten haben die Wissenschaftler in beiden Ländern für die Umsetzung von gemeinsamen Projekten?

Diese Fragen standen im Mittelpunkt des deutsch-russischen „Life Science Talk“ am 21. Februar. Die Veranstaltung wurde von der Deutschen Botschaft Moskau gemeinsam mit dem Deutschen Wissenschafts- und Innovationshaus (DWIH), der Helmholtz-Gemeinschaft sowie den Firmen Bayer und Merck organisiert. Das Interesse am Thema war sehr groß: gut 200 Gäste besuchten die Veranstaltung. Das Ziel war es, Erfolgsmodelle der Kooperation zwischen Wissenschaft und Wirtschaft in Deutschland und in Russland zu präsentierten und damit einen Impuls für neue Partnerschaften zu geben.

So komplex der Weg zur Innovation auch ist, so klar ist: Ohne ein gutes Miteinander von Wissenschaft und Wirtschaft geht es nicht. Die Politik hat die Aufgabe, die richtigen Rahmenbedingungen hierfür zu gestalten.

Beate Grzeski, Gesandtin der Botschaft, eröffnete gemeinsam mit dem Leiter des Deutschen Wissenschafts- und Innovationshauses Moskau Dr. Andreas Hoeschen und dem stv. Abteilungsleiter Wissenschaft und Technologien des russischen Wissenschaftsministeriums Magomed Mintsajew die Veranstaltung. „Deutschland versteht sich als Land der Ideen und Innovationen. Wissenschaft und Wirtschaft interagieren eng miteinander“, betonte die Gesandtin. Mit der Hightech-Strategie habe die Bundesregierung einen übergreifenden strategischen Rahmen in der Innovationspolitik definiert. Darin werden insbesondere auch internationale Kooperationen gefördert, nicht zuletzt mit Russland.

Im ersten Teil der Veranstaltung hielten Vertreter der Deutschen Botschaft Moskau, des russischen Ministeriums für Bildung und Wissenschaft, der Helmholtz-Gemeinschaft und des Föderalen Forschungszentrums „Biotechnologien“ Vorträge zu Programmen der Forschungsförderung auf dem Gebiet der Lebenswissenschaften.

Im Anschluss an die Vorträge fand eine Podiumsdiskussion mit deutschen und russischen Forschungsorganisationen, Universitäten und Unternehmen zu Erfolgsbeispielen der Kooperation zwischen Wirtschaft und Wissenschaft statt. Die Teilnehmer präsentierten ihre Erfahrungen, diskutierten Einflussfaktoren für die Umsetzung der Forschungsprojekte sowie Schwierigkeiten auf dem Weg zu deren Kommerzialisierung.

Der abschließende Teil war generellen Möglichkeiten und Instrumenten der deutsch-russischen Kooperation im Bereich der Wissenschaft und Innovationen gewidmet. Deutsche und russische Forschungs- und Finanzierungsorganisationen präsentierten ihre Programme zur Förderung von Wissenschafts- und Innovationsprojekten und stellen sich den Fragen aus dem Publikum.

Die Liste der Sprecher des Life Science Talk finden Sie im Programm der Veranstaltung.

Ausgewählte Vorträge und Präsentationen sowie Fotos und Presseberichte zur Veranstaltung finden Sie unter dem folgenden Link auf der Webseite des Deutschen Wissenschafts- und Innovationshauses (DWIH).

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